Stadtmarketing

Kaufleute: Ideen sind auf der Strecke geblieben

Gabriele Boschbach
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Von Gabriele Boschbach
| 03.02.2022 16:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Heida Haltermann wünscht sich eine stärkere Belebung des Auricher Marktplatzes. Foto: Archiv
Heida Haltermann wünscht sich eine stärkere Belebung des Auricher Marktplatzes. Foto: Archiv
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Die Mitglieder des Kaufmännischen Vereins Aurich haben in der Arbeitsgruppe zur Belebung der Innenstadt Vorschläge gemacht. Von denen sind aber kaum welche in dem Konzept der Verwaltung aufgetaucht.

Aurich - Die Kaufleute wollen nach eigenen Worten in Aurich Begegnungen zwischen Menschen fördern. Dafür sollen geeignete Bedingungen geschaffen werden. Dreh- und Angelpunkt sei dabei der Marktplatz, sagt Heida Haltermann. Die Inhaberin des Modehauses Silomon ist Vorstandsmitglied des Kaufmännischen Vereins (KV). Sie hat in der Arbeitsgruppe zur Verschönerung der Stadt mitgearbeitet. Der Austausch mit Citymanagerin Vicki Janssen sei sehr produktiv gewesen und habe Spaß gemacht. Das Problem: Die dort eingebrachten Ideen der Kaufleute seien irgendwo auf der Strecke geblieben.

„Wir wollen in der Stadt eine gute Atmosphäre schaffen“, sagte Heida Haltermann im Gespräch mit dieser Zeitung. Eine verstärkte Begrünung des Marktplatzes, etwa mit mobilen Kübeln und Bäumen, sowie ein besseres Wochenmarktmanagement sollte dazu ebenso beitragen wie ein weiteres Wasserspiel. Frischer Wind und Emotionen seien gefragt, um Menschen in die Stadt zu holen und dort zu halten. Der Gedanke der italienischen Plaza kam auf, eines zentralen Ortes, der mit seinen Eindrücken zum Schauen, Bleiben, Hören und Riechen einlädt.

Überdies wünschten sich die Kaufleute für ihre Kunden eine Fahrradunterstellmöglichkeit sowie so etwas wie einen Coworking-Space für junge Leute. Gemeint ist ein niedrigschwelliges, offenes Raumangebot für Freiberufler und kleine Start-ups. Wie Udo Hippen, Vorsitzender des KV, betont Heida Haltermann, dass sie keinesfalls auf Konfrontationskurs mit der Stadt gehen wolle. Der Austausch sei anfangs vielversprechend gewesen.

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