Pläne
Klimaschutz: Rheiderländer Gemeinden tun sich zusammen
Auch beim Klimaschutz wollen die drei Rheiderland-Kommunen in eine Richtung ziehen. Die einmalige Kultur- und Naturlandschaft müsse für nachfolgende Generationen erhalten bleiben, heißt es.
Rheiderland - Die Gemeinden Bunde und Jemgum sowie die Stadt Weener wollen in den kommenden Jahren beim Thema Klimaschutz gemeinsam an einem Strang ziehen. Das teilten die Bürgermeister der Kommunen, Uwe Sap (Bunde), Hans-Peter Heikens (Jemgum) und Heiko Abbas (Weener) jetzt in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.
In der Gemeinde Jemgum sprach der zuständige Fachausschuss bereits vor einigen Wochen die Empfehlung aus, für die Erarbeitung eines Klimakonzeptes zunächst 30.000 Euro in den Haushalt 2022 aufzunehmen. Jetzt folgte der Ausschuss für Bauleitplanung, Straßen, Wege und Umwelt der Gemeinde Bunde. Auch hier gab der Fachausschuss grünes Licht für eine gemeinsame Einstiegs- und Orientierungsberatung und darauf aufbauend für eine Fokusberatung. Beide Leistungen sollen von einer externen, fachkundigen Agentur durchgeführt werden, heißt es in der Mitteilung. Diese Leistungen werden über das Bundesministerium für Umwelt aus dem Programm „Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld“ mit bis zu 90 Prozent Fördermitteln unterstützt.
Vom gemeinsamen Weg sollen alle profitieren
Weeners Bürgermeister Heiko Abbas wird, wie es in der Pressemitteilung heißt, den gemeinsamen Rheiderland-Weg ebenfalls in den kommenden Wochen in den Beratungen der zuständigen Fachausschüsse vorstellen. „Ich werde mich im Rahmen der Haushaltsberatungen dafür stark machen, obwohl wir vor finanziell riesigen Herausforderungen stehen“, so Abbas. „Der Klimaschutz ist ein globales Thema, das ja nicht an Gemeindegrenzen endet. Darum macht es auch nur Sinn, dass wir uns hier gemeinsam auf den Weg machen“, wird Jemgums Verwaltungschef Hans-Peter Heikens zitiert. Dem schließt sich Bundes Bürgermeister Uwe Sap an: „Wenn es uns gelingt, ein gemeinsames Konzept zu den großen Themen zu erarbeiten, stärken wir zugleich unsere interkommunale Position, wenn es um Folgeförderungen geht. Ich sehe darin viele Synergien für uns alle.“
Und auch Weeners Bürgermeister Heiko Abbas freut sich über einen gemeinsamen Weg. „Wir sind uns einig, dass wir künftig den interkommunalen Gedanken bei verschiedenen Themen angehen wollen, weil wir uns zusammen mit inzwischen fast 28.000 Einwohnerinnen und Einwohnern wesentlich besser positionieren können, als wenn das jeder für sich alleine versucht.
Das gilt gerade auch beim Thema Klimaschutz.“ Gerade das Rheiderland, ergänzte Hans-Peter Heikens, habe mit seiner einmaligen Kultur- und Naturlandschaft die besten Voraussetzungen, den modernen Weg hin zu deutlich mehr Klimaschutz beispielgebend für viele andere Regionen in Deutschland aufzuzeigen. „Wir alle freuen uns darauf“, betonten die Verwaltungschefs.