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Erste Annäherung in Aurich im Streit um Fördermittel

Gabriele Boschbach
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Von Gabriele Boschbach
| 10.02.2022 13:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Europaministerin Birgit Hone (Mitte) hat die Fördermittel für die Auricher Innenstadt bewilligt. Im vergangenen Jahr besuchte die Politikerin die Fußgängerzone. Foto: OZ-Archiv
Europaministerin Birgit Hone (Mitte) hat die Fördermittel für die Auricher Innenstadt bewilligt. Im vergangenen Jahr besuchte die Politikerin die Fußgängerzone. Foto: OZ-Archiv
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Die Kaufmannschaft und die Verwaltung sind sich uneinig, wie die Fördergelder für die Entwicklung der Innenstadt ausgegeben werden sollen. Jetzt zeichnet sich so etwas wie ein Kompromiss ab.

Aurich - Im Streit um die Verwendung von Fördermitteln zur Belebung der Auricher Innenstadt sind die Kaufleute und die Verwaltung offenbar aufeinander zugegangen. Ein Beispiel: Der umstrittene Plan, an der verkehrsreichsten Kreuzung der Stadt, am Pferdemarkt, einen Inklusions-Spielplatz zu errichten, ist vom Tisch. Dieses Vorhaben hatte bei der Vorstellung vor einigen Tagen im Ortsrat Kernstadt für Kontroversen gesorgt. Die Beschlussvorlage war mit den Stimmen der SPD und der CDU abgelehnt worden. Jetzt gibt es einen neuen Anlauf: Die Mitglieder der Fachausschüsse Wirtschaftsentwicklung und Stadtsanierung tagen heute gemeinsam um 17 Uhr in der Stadthalle, um die überarbeiteten Entwürfe zu bewerten.

Darin ist jetzt auch die Idee der Kaufleute stärker berücksichtigt, den Marktplatz, sprich die Stadtmitte, gestalterisch aufzuwerten. Wie das passieren könnte, steht allerdings noch nicht fest. Udo Hippen, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins (KV), hatte angeregt, man möge mobile Pflanzkübel mit Inhalt anschaffen. Durch eine Strukturierung des Platzes und mehr Grün will man eine heimeligere, einladende Wirkung erzeugen. Außerdem ist vorgesehen, einen Popup-Store in der Markthalle zu betreiben. Darunter versteht ein Geschäft, das nur eine begrenzte Zeit lang irgendwo seine Waren anbietet, vielleicht weil gerade Saison ist oder weil die Produkte günstiger sind als gewöhnlich. Der Wochenmarkt wird ebenfalls in die Planungen integriert, weil er als wichtiger Frequenzbringer für die Innenstadt gilt.

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