Stadtentwicklung

Förderprogramm: Keine Gelder für Kunst?

Nora Kraft
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Von Nora Kraft
| 22.02.2022 12:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In einem der leerstehenden Geschäfte in der Osterstraße sind im Schaufenster historische Fotografien zu sehen. Das Foto zeigt den hinteren Teil der Osterstraße. Das Bild stammt aus der Sammlung Maaß. Foto: Sammlung Maass
In einem der leerstehenden Geschäfte in der Osterstraße sind im Schaufenster historische Fotografien zu sehen. Das Foto zeigt den hinteren Teil der Osterstraße. Das Bild stammt aus der Sammlung Maaß. Foto: Sammlung Maass
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Aurich profitiert in diesem Jahr von einem Förderprogramm. Mit EU-Geld soll die Innenstadt attraktiver gestaltet und Kundschaft angelockt werden. Aber ist im neuen Stadtbild auch Kunst vorgesehen?

Aurich - In der Auricher Innenstadt wird es in den kommenden Monaten einige Veränderungen geben. Am Pferdemarkt soll ein Inklusions-Spielplatz entstehen, Tafeln mit Stadtplänen sollen Touristen bessere Orientierung bieten. Das sind nur zwei Beispiele der elf Vorhaben zur Belebung der Auricher Innenstadt. Doch welche Rolle spielt Kunst dabei? Könnten potenzielle Kunden mit Kunstwerken im Stadtbild in die Einkaufsstraßen gelockt werden? Die Redaktion sprach mit Verantwortlichen der Stadt.

Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Förderprogramms „Perspektive Innenstadt“. Mit dem Sofortprogramm unterstützt das Land Niedersachsen Städte und Gemeinden bei der Bewältigung der Pandemiefolgen in den Innenstädten. Mit dem Sofortprogramm stehen Aurich rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. 90 Prozent davon stammen aus EU-Mitteln. Bis März des kommenden Jahres müssen die Projekte umgesetzt werden.

Praktisches kunstvoll gestalten

Bei der Gestaltung der Innenstadt überlege sie durchaus, wie sie die Menschen optisch durch die Stadt leiten könne, sagt Vicki Janssen. Erst seit wenigen Monaten ist Janssen Aurichs neue City-Managerin und mit einem Konzept zur Belebung der Innenstadt beauftragt. So sollten nach ihren Plänen beispielsweise fest montierte rote Stühle in Tulpenform vom Pferdemarkt bis zum Einkaufszentrum Caro die Strecke durch die Stadt verschönern. Anfang Februar scheiterte die City-Managerin bei der Vorstellung dieser Idee. SPD, Linke und CDU stimmten dagegen. Daher arbeite sie derzeit an neuen Plänen, sagt Vicki Janssen.

Kunstinteressierte kommen in Aurich beispielsweise im Kunstpavillon oder im Zwischenraum auf ihre Kosten. Auf neue Kunstwerke im Stadtzentrum müssen sie derzeit jedoch verzichten. „Das Programm für die Belebung der Innenstadt sieht keine Mittel für Kunst im öffentlichen Raum vor“, sagt Johann Stromann, Pressesprecher der Stadt. Es ziele vor allem darauf hab, die Innenstädte und den Handel vor Ort wieder zu beleben.

Mit der Verschönerung der Innenstadt befasste sich Vicki Janssen bereits mit ihrem ersten Projekt als City-Managerin. So möchte sie mit Fotodekorationen die Schaufenster zweier leerstehender Geschäfte in der Innenstadt aufwerten. Historische Aufnahmen sind auf ihnen zu sehen. Das seien jedoch Einzelentscheidungen, erklärt Stromann. Die Dekorationen seien individuell mit den Inhabern der Räume besprochen. „Derzeit sind leider keine weiteren Dekorationen leerer Schaufenster in Planung“, sagt Vicki Janssen.

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