Kriminalität
Anklage gegen Emder Feuerschiff-Angreifer jetzt erhoben
Im Juni 2021 war ein Mann in den Maschinenraum des Emder Feuerschiffs eingebrochen und hatte Löcher gebohrt. Das Schiff sollte offenbar sinken. Jetzt ist der Emder angeklagt.
Emden - Der Emder Feuerschiff-Angreifer ist jetzt angeklagt. Das bestätigt Daja Rogga, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aurich, auf Nachfrage dieser Zeitung. Ihm wird Sachbeschädigung und Diebstahl in besonders schwerem Fall vorgeworfen. Der 45-Jährige wird sich vor dem Emder Amtsgericht verantworten müssen, so Rogga. Wann die Verhandlungen starten könnten, konnte die Sprecherin nicht sagen.
Im Juni vergangenen Jahres war der amtsbekannte Mann nachts gewaltsam in das Museumsschiff „Amrumbank/Deutsche Bucht“, das im Emder Delft liegt, eingebrochen. Er drang in den Maschinenraum vor, bohrte dort Löcher in die Außenwand, so dass Wasser einfließen konnte, und öffnete Bullaugen-Fenster. Es wird vermutet, dass er das Schiff zum Sinken bringen wollte. Es entstand ein Schaden in Höhe von 125.000 Euro an dem frisch generalüberholten Schiff. Zum Motiv äußerte er sich nicht gegenüber der Polizei. Das werde nun Teil der Gerichtsverhandlung sein, erklärt Daja Rogga. Kurios: Bei dem Einbruch beschädigte der Mann nicht nur das Schiff, er ließ auch „1000 Gramm Haribo“ mitgehen, so die Sprecherin.
Der 45-Jährige hinterließ viele Spuren - auch Blut. Durch „eine intensive Spurensuche, zahlreiche Vernehmungen und die erfolgreiche Auswertung der Spuren durch das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen“ konnte die Tat aufgeklärt werden, hieß es einen Tag vor Weihnachten in einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft Aurich und der Polizeiinspektion Leer/Emden. Sechs Monate nach der Tat konnte der Emder als Täter benannt werden. Festgenommen wurde er nicht - er befand sich nämlich bereits wegen einer anderen Tat in Haft. Derzeit ist der Mann wieder auf freiem Fuß, zumindest sagte Daja Rogga: „Nach meinem Kenntnisstand ist der Mann derzeit nicht in Haft.“
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