Einzelhandel in Emden
Im ersten Emder Bio-Supermarkt stehen die Einkaufswagen bereit
Der erste Emder Bio-Markt ist auf der Zielgeraden. Das Eröffnungsdatum steht jetzt fest. Ein anderes Geschäft hat schon neu eröffnet. Und es gibt gute Nachrichten für Fans von Kaffee und Suppe.
Emden - Seit einer Woche gibt es einen Leerstand in der Emder Fußgängerzone Zwischen beiden Sielen weniger: Der „Misu Bubble-Tea Shop“ eröffnete am Samstag. Das Geschäft, bei dem es unter anderem das süße Getränk auf Tee-Basis und vietnamesische Baguettes zu kaufen gibt, wird von der Emderin Trang Nguyen und ihrem Mann betrieben. Ihre erste Bilanz nach einer Woche fällt schon positiv aus - trotz des schlechten Wetters. Sie habe schon Stammgäste, die jeden Tag die selbe Sorte Bubble-Tea nehmen, sagt sie. Mit dem Geschäft zielt sie insbesondere auf ein junges Publikum und in der Urlaubssaison auch auf Touristen ab.
Während Emden bereits einen zweiten Bubble-Tea-Laden hat, öffnet am 10. März ein ganz neues Geschäftsmodell in der Stadt: ein Bio-Supermarkt. Dieser befindet sich in der Courbierestraße und ist ein etwas größerer Ableger des Leeraner Kücks-Biomarkt. Betreiber Thorben Kück hat zwei Wochen vor Eröffnung noch alle Hände voll zu tun. Draußen hängen zwar schon alle Schilder und Logos, drinnen aber muss noch geschraubt und gehämmert werden. Deswegen war er von einem vorher angedachten Eröffnungstermin am 3. März abgewichen und wollte sich noch eine Woche Vorlauf gönnen. Ab dem Donnerstag in zwei Wochen soll der Markt in direkter Nachbarschaft der Hotels Faldernpoort und Upstalsboom montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 14 Uhr geöffnet haben.
Wieder Suppe auf dem Wochenmarkt
Auch Suppen-Fans können sich freuen: Ab diesen Samstag gibt es auf dem Wochenmarkt immer dienstags und samstags Suppen, Eintöpfe und andere Speisen von den Lüttje-Köken-Betreibern Claudia und Karl - besser bekannt als Kalli - Smidt. Damit treten sie die Nachfolge von „Suppenmann“ Joerg Theilen an, der jahrelang mit seiner Gulaschkanone auf dem Markt stand und Mitte 2020 Emden den Rücken kehrte. „Es war doch mehr Arbeit als gedacht“, sagt Kalli Smidt im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Pandemie hatte alles etwas komplizierter gemacht. Eigentlich hatte er schon vor einem Jahr die Absicht verkündet, einen Wochenmarkt-Stand zu eröffnen. Vor einer Woche nun - im Sturm - konnte der Verkaufswagen aus Essen abgeholt werden.
Smidt sieht sich mit seiner knapp achtjährigen Suppenerfahrung gewappnet für den Wochenmarkt-Betrieb. Das Angebot am Stand soll ähnlich wie in der Lüttje Köken beim Schweckendiekplatz sein - allerdings will er auch Bratwürste anbieten und im Sommer seien Burger, Backofen-Kartoffeln und anderes in der Planung. Vegetarische Alternativen will er - wie in der kleinen Suppenküche - immer mitdenken. Auch will er kalte Getränke verkaufen. Das passt in die Planung der Stadtverwaltung, mehr Aufenthaltsqualität auf dem Wochenmarkt zu schaffen.
Ende März kommt eine weitere Neuansiedlung dazu: Dann will die Kaffeerösterei Baum aus Leer ihr Emder Café in bester Delftlage eröffnen. Das ist jetzt auch auf der Folie, die noch die großen Rundfenster der Immobilie am Schweckendiekplatz verkleben, zu lesen. Bislang gibt es Baum-Cafés nur in Leer in der Altstadt sowie im Leffers-Modehaus. In Emden soll es ein für das Unternehmen „komplett neues Gastronomie-Konzept“ mit mehr Sitzmöglichkeiten geben, sagte Geschäftsführer Andreas Baum Anfang Februar gegenüber dieser Zeitung. Man wolle auch ein wenig „Großstadt-Flair“ verbreiten, unter anderem mit einem Tresen am Fenster.