Einsatz
Brände: Wer hilft, wenn man alles verliert?
Wegen zweier Brände im Kreis Leer haben Menschen ihr Dach über dem Kopf verloren. Die Häuser in Weener und Leer sind unbewohnbar. Wo gibt es in einem solchen Fall Hilfe?
Weener/Leer - Gleich zwei Mal an diesem Wochenende brannten Wohnhäuser. In Leer und Weener verloren Menschen ihr Zuhause, ihr Hab und Gut, verletzt wurde aber glücklicherweise niemand.
Was und Warum
Darum geht es: Innerhalb kürzester Zeit haben mehrere Menschen im Kreis Leer am Wochenende ihr Dach über dem Kopf verloren, ihr Hab und Gut. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Aber woher bekommt man in einem solchen Falle Hilfe?
Vor allem interessant für: Alle, die wissen wollen, wohin sie sich im Ernstfall wenden können.
Deshalb berichten wir: In der Heisfelder Straße in Leer und in der Straße Meentelandshörn in Weener hat es gebrannt.
Das erste Feuer brach in einem Wohn- und Geschäftsgebäude in der Heisfelder Straße in Leer aus. Zur Brandursache gibt es bereits erste Erkenntnisse: Nach derzeitigem Ermittlungsstand könne eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden, teilte die Polizei mit. Die weiteren Ermittlungen dauern allerdings noch an.
Aus Zimmerbrand wurde Wohnungsbrand
Zunächst waren Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst am Sonnabendvormittag gegen 11.30 Uhr zu einem Zimmerbrand gerufen worden. „Aus dem Zimmerbrand wurde schnell ein Wohnungsbrand“, sagte Dominik Janssen, Sprecher der Kreisfeuerwehr, auf Nachfrage.
Untergekommen bei Verwandten und Freunden
Allerdings hätten die Betroffenen auf Angebote aus dem Freundes- und Familienkreis zurückgreifen können, und seien so nicht auf die Hilfe der Stadt zurückgekommen. „Das ist die bessere Variante. Nach einem solchen Brand gibt es Ängste. Man muss das erst einmal verdauen. Da ist es schön, wenn man im Kreise von Freunden oder Familie aufgefangen wird“, so Horst. In den sozialen Medien hatte eine der betroffenen Familien einen Aufruf gestartet und nach einer neuen Wohnung, einem Haus oder anderer Hilfe erkundigt. „Das ist natürlich vollkommen in Ordnung. Sie können natürlich auch auf dem freien Markt suchen“, sagt Horst. Ab Montag sei das Sozialamt für die Betroffenen zuständig: „Sie können sich jederzeit melden. Egal, was sie brauchen.“
Die drei Feuerwehren, die laut Feuerwehrsprecher Dominik Janssen im Einsatz waren – mit rund 50 Einsatzkräften – konnten das Haus nicht retten. Das THW wurde schließlich hinzugerufen und sicherte das Gebäude ab. Es entstand ein hoher Schaden: „Nach vorläufigen Schätzungen beläuft sich die Schadenshöhe auf rund 500.000 Euro“, teilte die Polizei weiter mit. Für die Lösch- und Aufräumarbeiten war die Heisfelder Straße zwischen Kreuzung Bummert und Ostersteg voll gesperrt worden. Zeitweise staute sich der Verkehr. Gegen 18 Uhr war die Straße wieder einspurig befahrbar.
Flammen griffen über
Die Bewohner des Hauses haben nach seinen Angaben den Brand bemerkt. Sie konnten sich selbst aus dem Haus retten, so Rand. Ihr Zuhause ist allerdings unbewohnbar. „Sie sind bei Bekannten oder Verwandten untergekommen“, sagt Weeners Bürgermeister Heiko Abbas. Er habe vor Ort selbst mit den Betroffenen gesprochen. „Das Angebot steht natürlich, sie können sich jederzeit bei mir oder dem Ordnungsamt melden, die Möglichkeiten der Unterbringung sind da“, sagt er. Nun müssten sie sich aber wahrscheinlich erst einmal sammeln.
Zeitweise waren bis zu 80 Feuerwehrleute an den Löscharbeiten beteiligt, darunter Kräfte der Ortsfeuerwehren Holthusen, Stapelmoor Weener und Weenermoor, teilte Dominik Janssen, Sprecher der Kreisfeuerwehr Leer mit. Die Nachlöscharbeiten dauerten am Nachmittag an, so der Sprecher. Auch in Weener wurde das THW zur Absicherung des Gebäudes angefordert. Wie es zu dem Brand gekommen ist, konnte der Sprecher noch nicht sagen. Auch zur Höhe des Schadens konnte er keine genauen Angaben machen, er dürfte aber „hoch sein“, sagte er.