Einzelhandel

Borkumer Fußgängerzone erwacht bald aus dem Winterschlaf

Dorothee Hoppe
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Von Dorothee Hoppe
| 15.03.2022 12:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In der Fußgängerzone der Bismarckstraße flanieren bisher kaum Urlauber. Foto: Hoppe
In der Fußgängerzone der Bismarckstraße flanieren bisher kaum Urlauber. Foto: Hoppe
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Wer vor Saisonstart durch die Borkumer Fußgängerzone geht, könnte den Eindruck gewinnen, dass es dem Einzelhandel auf der Insel nicht gut geht. Der Schein trügt: Es stehen Neueröffnungen an.

Borkum - Wer vor Beginn der Urlaubssaison durch die Straßen von Borkum geht, könnte an einigen Stellen den Eindruck bekommen, dass es dem Einzelhandel auf der Insel nicht gut geht. Dabei entsteht dieses Bild von verschlossenen Türen durch die Winterpause.

„Wenn Ostern später im Frühjahr ist, beginnt auch die Saison für viele etwas später. Es ist also normal, dass man Anfang März noch ein paar verschlossene Türen sieht“, weiß Volkmar Vogel, Geschäftsführer des Atlantik-Hotels und Vermieter einiger Geschäftsräume.

Neues Geschäft zieht ein

In seinem „Haus Nordmeer“ in der Bismarckstraße hängen aktuell teilweise noch Plastikplanen vor den Schaufenstern. Doch ein Blick nach Innen und ein Aushang an der Scheibe verraten: Hier steht eine Neueröffnung ins Haus. „Das neue Geschäft wird eine große Bereicherung für Borkum“, kündigt er an. In diesen Räumen seien vorher zwei kleinere Läden ansässig gewesen, einer von Michael Heinen mit Accessoires und ein Deko- und Geschenke-Laden von zwei Borkumerinnen. Nun zieht Thea Skerhut dort ein. Sie hat bereits mehrere Bekleidungsgeschäfte. Drei, inklusive des Hauptsitzes, seien auf Norderney, eines auf Juist und ein kleineres in Greetsiel in der Krummhörn.

Dass sie jetzt noch einen Laden auf einer weiteren Insel eröffnet, sei reiner Zufall gewesen, erzählt sie: „Mein Vater macht regelmäßig Urlaub auf Borkum. Dabei haben wir gesehen, dass ein Geschäft in der Innenstadt frei war. Das war aber so zu klein.“ Als dann auch noch die Räumlichkeiten direkt daneben frei wurden, schlug sie zu. „Dadurch, dass das ein Haus ist und auch derselbe Vermieter, war ein Durchbruch zum Glück kein Problem“, erklärt Skerhut. In nächster Zeit wird sie ihr Geschäft „Brandung Borkum“ eröffnen. „Am liebsten hätten wir schon früher angefangen“, aktuell gebe es jedoch noch ein paar Internetprobleme. Die Räume seinen aber fertig. „Es fehlt nur noch das Okay der Telekom und dann wird die Kleidung gefaltet und einsortiert“, sagt sie voller Vorfreude.

Hier entsteht bald ein neues Geschäft. Auch die Eisdiele nebenan kommt bald aus der Winterpause. Foto: Hoppe
Hier entsteht bald ein neues Geschäft. Auch die Eisdiele nebenan kommt bald aus der Winterpause. Foto: Hoppe

Neuer Laden von Michael Heinen

Johann Doden, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands Ostfriesland, kennt die Beweggründe der Geschäftsleute, die ihre Läden noch geschlossen halten: „Die Borkumer haben gesagt, dass es sich von Januar bis in den März hinein nicht lohne, zu öffnen.“ Das sei einerseits der Nebensaison geschuldet, andererseits hätte sich auch die Urlaubsnachfrage durch den Krieg in der Ukraine verringert. Auch am Georg-Schütte-Platz sei zurzeit noch etwas frei, dort wo vorher die Oldenburgische Landesbank war. „Diese Geschäftsräume werden aufgrund der Lage wohl auch bald wieder besetzt sein“, meint Doden.

Ähnlich sieht das Michael Heinen: Jede Fläche, die eine touristische Lage hätte, würde nicht lange leer stehen. Der Unternehmer spricht aus Erfahrung. Im noch verwaist aussehenden Erdgeschoss der Bismarckstraße 34 soll bald „Borkums erster richtiger Schietwetter-Store“ eröffnen, erzählt er. Für diesen Start seiner Marke auf der ostfriesischen Insel sei die Fläche dort sehr interessant. Die Bismarckstraße ist, vom Bahnhof bis zum Strand gehend, die Hauptgeschäftsstraße von Borkum. Es ist allerdings nicht das erste Geschäft, das der Ostfriese auf der Insel hat, inzwischen sind es dort acht.

Hier ist bald der "Schietwetter"-Laden von Michael Heinen. Foto: Hoppe
Hier ist bald der "Schietwetter"-Laden von Michael Heinen. Foto: Hoppe

Auch an der Kreuzung in Höhe der Borkumer Volksbank entstehen zwei neue gastronomische Betriebe. Als Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Borkum (DEHOGA) sei Volkmar Vogel sehr froh darüber, dass viele Gastronomen, Gastgeber und Einzelhändler die Winterzeit zur Renovierung und Neugestaltung ihrer Restaurants, Zimmer und Geschäftsräume genutzt hätten.

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