Stadtentwicklung
Geballte Frauenpower im neuen Emder Innenstadtbüro
Die Stadt Emden und ihre Tochtergesellschaft Wirtschaftsförderung & Stadtmarketing bündeln ihre Kräfte zur Stärkung der City unter einem Dach. Drei Frauen arbeiten dort an verschiedenen Aufgaben.
Emden - Die Stadt Emden und ihre Tochtergesellschaft Wirtschaftsförderung & Stadtmarketing Emden (WFS) bündeln ihre Kräfte für den Umbau und die Wiederbelebung der Innenstadt unter einem Dach. Sie haben jetzt ein eigenes Innenstadtbüro eingerichtet, das eine Anlaufstelle für alle innerstädtischen Belange sein soll.
Es befindet sich in der Großen Straße 13. Diese Räume hatten zuletzt die Stadtwerke-Tochter Emden Digital und davor das Kulturbüro der Stadt beherbergt. Emden Digital war im November des vergangenen Jahres in das neue Kundencenter der Stadtwerke in den Neutor-Arkaden an der Pottgießer Straße umgezogen.
Drei neue Mitarbeiterinnen arbeiten zusammen
Im neuen Innenstadtbüro ist geballte Frauenpower angesagt: Dort sind an diesem Dienstag drei Frauen eingezogen, die in den vergangenen Wochen neue Aufgaben bei der Stadt beziehungsweise bei der WFS Stadtmarketing & zur Stärkung des Emder Stadtzentrums übernommen haben.
Ihren Arbeitsplatz hat dort auch die neue City-Managerin Julia Lüder, die am 1. März die bisherige Stelle von Martje Merten übernommen hat. Diesen bei der WFS angesiedelten Posten gibt es seit 2019. Die Innenstadt-Koordinatorin zeichnet mitverantwortlich für die Gestaltung und Weiterentwicklung der City – insbesondere für Projekte im Sanierungsgebiet der Innenstadt. Zudem ist sie Ansprechpartnerin für die privaten Akteure und soll selbst Aktionen anstoßen.
Interessen der Bewohner im Fokus
Lüders Vorgängerin Martje Merten übernahm bei der WFS die Teamleitung für das Stadtmarketing, nachdem ihr Vorgänger und der frühere Emder Touristik-Chef Rainer Gerdes zum Ende des vergangenen Jahres in den Ruhestand getreten war. Sie wechselt mittlerweile zwischen Büros in der Mobilitätszentrale am Bahnhof, der Tourist-Info am Alten Markt und dem Gebäude „The Hub“ an der Heinrich-Nordhoff-Straße.
Ebenfalls im Innenstadtbüro in der Fußgängerzone Große Straße eingezogen ist Griet Alberts, die sich in einem Förderprojekt für die Stadt um das Gemeinwesen in der Innenstadt kümmert. Sie hat vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner im Blick, deren Interessen nach eigenen Angaben bei allen Veränderungen in der Innenstadt bislang kaum berücksichtigt wurden. Als eines ihrer ersten Projekte plant sie, nach dem Beispiel im Stadtteil Port Arthur/Transvaal ein Sprachcafé für geflüchtete Frauen in der Innenstadt einzurichten.
Ein Bündel von Vorhaben in der City
Dritte im Bunde im Innenstadtbüro ist Heika Ring. Sie koordiniert das mit EU-Mitteln vom Land geförderte Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“. Ihr Auftrag ist es, ein Bündel von Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von knapp 1,1 Millionen Euro auf den Weg zu bringen. Die Zeit dafür ist knapp. Denn die Projekte müssen bis spätestens Ende Juni beim Land beantragt und binnen gut eines Jahres umgesetzt sein.
Das Innenstadtbüro soll im April offiziell eröffnet werden. Es soll laut Stadtbaurätin Irina Krantz für alle innerstädtischen Belange, aber auch „Kummerkasten“ für Bürger, Einzelhändler und Gastronomen sein.
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