Kinderbetreuung

Kitas in Leer: Landkreis hofft auf einen geordneten Übergang

Katja Mielcarek
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Von Katja Mielcarek
| 08.04.2022 12:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Thema Kinderbetreuung wird noch lange ein Thema zwischen Landkreis und Stadt Leer sein. Symbolfoto: Anspach/dpa
Das Thema Kinderbetreuung wird noch lange ein Thema zwischen Landkreis und Stadt Leer sein. Symbolfoto: Anspach/dpa
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Auch wenn die Stadt Leer die Verantwortung für die Kitas an den Landkreis abgibt, soll sich für Kinder, Eltern und Erzieher nichts ändern. Hinter den Kulissen wird es aber Auseinandersetzungen geben.

Leer - Kinder, Eltern und Erzieher sollen keine Nachteile dadurch haben, dass in Zukunft nicht mehr die Stadt, sondern der Landkreis für den Betrieb der Kindergärten zuständig ist. Das sei das erste Ziel des Landkreises, schreibt Kreissprecher Philipp Koenen. Die Kreisverwaltung bereite sich derzeit darauf vor, ab August, die Aufgabe der Kinderbetreuung im Stadtgebiet selber zu übernehmen: „In welcher Weise dies genau geregelt wird, werden wir jetzt besprechen. Wir gehen davon aus, dass die Stadt sich an diesem Übergang konstruktiv beteiligt“, so Koenen.

Die Stadt hatte im vergangenen Jahr den Vertrag mit dem Landkreis gekündigt, wonach sie für ihn die Kinderbetreuung im Stadtgebiet verantwortet. Das jährliche Defizit durch den Betrieb der Kitas war im Laufe der Jahre immer weiter gestiegen auf zuletzt 7,7 Millionen Euro. Mit dem Landkreis hatte man sich aber nicht auf eine angemessene Kostenbeteiligung durch den Kreis einigen können.

Diskussionen hinter den Kulissen

Auch wenn der Übergang von außen betrachtet reibungslos klappen sollte und Eltern, Kinder und Erzieher davon kaum etwas merken sollten, ist davon auszugehen, dass es hinter den Kulissen noch einige Diskussionen geben wird.

Da ist zum einen die Frage nach den drei städtischen Kindergärten. Die Stadt komme nicht länger als Trägerin in Frage, hatte der Landkreis der Stadt mitgeteilt. Dann müsse er die Einrichtungen der Stadt halt abkaufen, hatte der Leeraner Bürgermeister Claus-Peter Horst (parteilos) erwidert. Auch beim anstehenden Bau von neuen Einrichtungen im Stadtgebiet sei der Landkreis auf das Mitwirken der Stadt angewiesen.

Und nicht zuletzt wird es wohl eine gerichtliche Auseinandersetzung über die Höhe der Kreisumlage für die Stadt Leer geben. Die hat der Landkreis deutlich angehoben, um das Kita-Defizit auszugleichen. Das hält die Stadt für rechtswidrig.

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