Nachruf

Er gab „seinem“ Conrebbi bis zuletzt viele Impulse

Heiko Müller
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Von Heiko Müller
| 08.04.2022 15:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Richard Janssen ist am 2. April im Alter von 86 Jahren gestorben. Foto: Archiv
Richard Janssen ist am 2. April im Alter von 86 Jahren gestorben. Foto: Archiv
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Der ehemalige Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Conrebbersweg in Emden und Kommunalpolitiker Richard Janssen ist gestorben. Er wurde 86 Jahre alt.

Emden - Der Emder Stadtteil Conrebbersweg trauert um einen seiner größten Förderer. Richard Janssen, der das Bild dieses Viertels im Nordwesten der Stadt in den vergangenen Jahrzehnten mitgeprägt hat, lebt nicht mehr. Er ist am 2. April im Alter von 86 Jahren gestorben. Sein Tod kam plötzlich und unerwartet. Noch wenige Tage zuvor war er - wie so oft - mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs. Der überzeugte Sozialdemokrat gehörte von 1991 bis 2006 dem Rat der Stadt Emden an. Der Emder SPD-Chef Matthias Arends würdigt den Verstorbenen als einen „aufrichtigen, werteorientierten Menschen und langjährigen Genossen“. Für die Sozialdemokraten sei er darüber hinaus auch nach seiner aktiven Parteitätigkeit „immer ein hervorragendes Bindeglied zwischen der Kommunalpolitik und den Bürgerinnen und Bürgern in unserer Stadt“ gewesen, schreibt Arends.

Bevor Janssen, der von Freunden und Genossen „Nicki“ genannt wurde, in die Kommunalpolitik ging, wirkte er 23 Jahre lang im Vorstand der 1932 gegründeten Siedlergemeinschaft Conrebbersweg, zuletzt als Vorsitzender. Unter seiner Führung löste sich diese Gemeinschaft vor 34 Jahren vom Deutschen Siedlerbund. Sie ging danach in einen eigenständigen Verein über, der seine Entscheidungen selbständig treffen kann.

„Die Siedlergemeinschaft war sein Leben“

Mit seiner zupackenden und direkten Art habe Janssen sich nicht nur Freunde gemacht, aber viele Mitglieder dazu motiviert, Ideen umzusetzen, würdigt der amtierende Vorsitzende der Siedlergemeinschaft, Klaus de Grave, die Verdienste seines Amtsvorgängers. Janssen habe eine echte Gemeinschaft geformt, die bis heute Bestand habe.

„Die Siedlergemeinschaft war sein Leben“, so de Grave. Bis zu seinem Tod habe Janssen dem Verein viele Impulse gegeben. Auch in der Arbeitsgruppe, die sich im 14-tägigen Rhythmus um die Verschönerung der Siedlung kümmert, war der Verstorbene bis zuletzt aktiv. Die Siedlergemeinschaft habe durch den Tod Janssens „sehr viel verloren“, werde die Arbeit aber in seinem Sinne weiterführen, sagt der amtierende Vereinschef.

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