Krieg in der Ukraine

Mädchen aus Spetzerfehn drehen Videos für den Frieden

Hannah Weiden
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Von Hannah Weiden
| 18.04.2022 09:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Finja (links) und ihre Schwester Jule laden Videos bei Youtube hoch. Nun sammeln sie Spenden. Foto: privat
Finja (links) und ihre Schwester Jule laden Videos bei Youtube hoch. Nun sammeln sie Spenden. Foto: privat
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Weil sie in der Quarantäne etwas Sinnvolles für die Ukraine tun wollten, haben sich zwei Mädchen aus Spetzerfehn etwas Kreatives ausgedacht. Im Interview erzählen sie, wie sie auf die Idee gekommen sind.

Spetzerfehn - Wer bei der Videoplattform Youtube „Playmobilwitz – Lachen für den Frieden“ eingibt, findet das Video von Jule und Finja Engelken aus Spetzerfehn. Die Schwestern sind zwölf und acht Jahre alt und laden auf ihrem Youtube-Kanal regelmäßig Playmobil-Sketche hoch. Mit ihrem neusten Video wollen sie Spendengelder für die Ukraine sammeln. Im Interview verraten sie, wie das Video entstanden ist.

Das Video von Finja und Jule findet man hier: link.zgo.de/ow2uCF.

Frage: Wie seid ihr auf die Idee mit den Playmobil-Videos auf Youtube gekommen?

Jule: Wir drehen seit Beginn der Corona-Pandemie Playmobil-Witze und laden sie auf Youtube auf unserem Kanal hoch. Wir haben dann die Videos an Freunde und Verwandte geschickt, um ein bisschen Spaß in die Lockdown-Zeit zu bringen und um uns die Zeit zu vertreiben. Mit der Zeit kamen immer mehr Abonnenten und Anfragen nach neuen Witzen dazu. Weihnachten haben wir zum Beispiel das Krippenspiel und Silvester „Dinner for One“ nachgespielt.

Frage: Und wie ist es zur Spendenaktion gekommen?

Jule: Da ich am Termin des Spendenlaufs meiner Schule in Quarantäne war, haben meine Schwester Finja und ich uns überlegt, ein Video mit einer Spendenaktion für ukrainische Flüchtlinge zu verbinden. Wir wollten möglichst viele Leute trotz Quarantäne erreichen. Unsere Mutter hat uns eine eigene Spendenaktion auf der Homepage der „Aktion Deutschland hilft“ eingerichtet und wir haben Witze in Büchern und im Internet gesucht, um eine Geschichte daraus zu basteln.

Frage: Wie läuft so ein Dreh ab?

Jule: Unsere Mutter hilft uns immer ein bisschen mit den Geschichten, aber die Videos drehen wir allein mit dem Handy. Vorher überlegen wir uns, wie die Kulissen aussehen sollen, und schreiben dann den Text in unser kleines „Drehbuch“. Oft müssen wir die Videos mehrmals aufnehmen, weil etwas schief geht. Manchmal verspricht man sich, der Staubsauger geht an oder es kommt mitten in der Aufnahme jemand ins Zimmer. Für ein kleines Video brauchen wir manchmal mehrere Stunden. Bei kurzen Videos muss nichts geschnitten werden. Aber bei längeren Videos (wie beim Spendenvideo) hilft uns unser Vater beim Videoschnitt am Computer. Er hat dafür ein Programm. Mittlerweile haben wir 60 Videos auf unserem YouTube-Kanal.

Frage: Wie waren die Reaktionen auf euer Spendenvideo?

Jule: Unsere Spendenaktion mit dem Video ist bei unseren Freunden und Verwandten sehr gut angekommen. Sie fanden die Idee toll. Unsere Eltern und Großeltern haben die Links für die Spendenaktion und das Video über den Whats-app-Status und Facebook geteilt. Bisher haben wir mit dem Video 160 Euro Spenden für die „Aktion Deutschland hilft“ gesammelt. Wir freuen uns sehr, dass wir schon so viel Geld zusammen bekommen haben. Es hat sogar ein Freund Geld gespendet, der mittlerweile in Rumänien wohnt. Die Aktion läuft auch noch eine Weile. Vielleicht kommen ja noch Spenden dazu.

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