Fußball
TuRa-Dusel: 3:3 glückt mit dem Abpfiff
TuRa Westrhauderfehn war gegen Steinfeld in der Landesliga-Abstiegsrunde deutlich unterlegen und sah beim Stand von 1:3 wie der Verlierer aus. Doch am Ende jubelte TuRa dann doch noch.
Westrhauderfehn - TuRa 07 Westrhauderfehn und der SV Falke Steinfeld trennten sich in der Abstiegsrunde der Fußball-Landesliga 3:3. Der Punktgewinn der Fehntjer war mehr als glücklich. Die Gäste aus dem Kreis Vechta beherrschten die Partie vor 150 Zuschauern fast über 90 Minuten, verpassten es aber mehrfach den Sack zuzumachen. Der Ausgleichstreffer gelang Kapitän Ole Eucken mit dem Abpfiff nach einem langen Abschlag von Keeper Hendrik Gossmann, der die Gastgeber mit tollen Aktionen bis zum Schluss im Spiel hielt, per Kopf aus zwölf Metern.
„So ungerecht kann Fußball sein“, bekannte dann auch TuRas Coach Erhan Colak nach dem Abpfiff. „Wir mussten zwar kurzfristig auf Max Möhlmann verzichten und Kevin Lüpkes zog sich schon nach zwei Minuten einen Nasenbeinbruch zu, das erklärt aber nicht die desolate Vorstellung unserer Mannschaft vor allem im ersten Durchgang. Positiv ist nur, dass die Mannschaft sich nicht aufgegeben hat und noch einen Punkt mitnimmt.“
Nasenbeinbruch von Lüpkes
Die „Falken“ hingegen machten ihrem Namen alle Ehre, attackierten schon am gegnerischen Strafraum und zwangen die Gastgeber zu Abspielfehlern. Da sie auch in der Abwehr immer einen Tick schneller waren, bekamen die Fehntjer nie Zugriff auf das Spiel und mussten froh sein, dass sie zur Pause nur 0:1 hinten lagen.
Bereits in der zweiten Minute hatte der quirlige Paul Kosenkow die erste Möglichkeit. Nach einem Foulspiel an Lüpkes, der mit einem Nasenbeinbruch in eine Klinik gebracht wurde, ließ Schiedsrichter Arne Nibbrig (Bad Bentheim), der einige Unsicherheiten zeigte, das Spiel laufen, Gossmann, konnte aber vor dem 36-jährigen Torjäger retten.
Gäste vergeben viele Chancen
Die nächste Möglichkeit vergab Kosenkow in der 14. Minute, als er nach Doppelpass mit Kevin Schmietendorf das Tor verfehlte. Der Druck der Gäste nahm weiter zu. Nachdem Onno Janßen zwei Minuten später nach einem Ballverlust von Henning Meyer noch vor dem pfeilschnellen Halil Ablak klären konnte, holte er in der 19. Minute Kosenkow von den Beinen. Nibbrig sah das Foul vor dem Strafraum, zeigte dann aber nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf den Punkt. Der Gefoulte verwandelte zum 0:1.
Nachdem Kosenkow in der 24. Minute freistehend einen Doppelpack verpasste, sorgte Gossmann in der 35. Minute für Spannung. Ein Rückpass von Meyer sprang dem Keeper über den Fuß, im Rückwärtsgang konnte er den Ball aber noch gerade am Überschreiten der Torlinie hindern.
Schnelle Antwort auf das 0:2
Drei Minuten vor dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber die einzige Tormöglichkeit im ersten Durchgang. Nach klugem Zuspiel von Frank Waden flankte Pascal Menken den Ball diagonal auf Sönke Weßling, der mit dem schwächeren rechten Fuß das Tor aber verfehlte. Im Gegenzug verpasste Kosenkow erneut schön freigespielt von Georges Baya Baya das 0:2.
Die Gäste machten nach der Pause da weiter, wo sie aufgehört hatten. In der 52. Minute scheiterte Lukas Themann völlig frei an Gossmann. Besser machte es Ablak, der in der 63. Minute zunächst Meyer und dann den eingewechselten Mathis Flügge aussteigen ließ, ehe er locker zum 0:2 einschob. Direkt nach dem Anstoß gelang Ole Eucken unter Mithilfe von Gästeverteidiger Louis Lahmann der Anschlusstreffer.
Eucken traf in der Nachspielzeit
Nachdem Kosenkow im Gegenzug zum wiederholten Mal eine Chance ungenutzt ließ, krönte Baya Baya seine starke Vorstellung in der 69. Mit der vermeintlichen Vorentscheidung zum 1:3. Der eingewechselte Hendrik Brundiers verpasst das 1:4 ebenso wie in der 72. Minute ebenso Baya Baya und kurz darauf Michael Michaelis.
Statistik
Westrhauderfehn: Gossmann, Meyer (77. Jajan), Janßen, Douwes, Hinz (46. Flügge), Eucken, Lüpkes (4. Weber), Malchus, Weßling, Menken, Waden. Tore: 0:1 Kosenkow (Foulelfmeter 19.) 0:2 Ablak (63.), 1:2 Eucken (64.), 1:3 Baya Baya (69.), 2:3 Weßling (85.), 3:3 Eucken (90.+3).
Als Sönke Weßling in der 85. Minute nach Zuspiel von Menken zum 2:3 verkürzte, begann bei den Gästen das Zittern. In der 88. Minute verpasste Pascal Menken den Ausgleich nach Zuspiel von Daoud Jajan noch, auch der Kopfball von Eucken in der zweiten Minute der Nachspielzeit führte nicht zum Erfolg, doch mit dem Schlusspfiff traf der Mannschaftsführer dann doch noch zum umjubelten Punktgewinn – die Steinfelder Spieler, die reihenweise zu Boden sanken, konnten ihr Pech kaum fassen.