Stadtgestaltung

Schönheitskur für Carolinengang in Aurich kommt erst im Herbst

Gabriele Boschbach
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Von Gabriele Boschbach
| 21.04.2022 08:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Eine Buckelpiste mit Stühlen ist der Carolinengang derzeit. Foto: Boschbach
Eine Buckelpiste mit Stühlen ist der Carolinengang derzeit. Foto: Boschbach
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Der Carolinengang in Aurich muss dringend saniert werden. Die Arbeiten hat die Stadt jetzt allerdings erst mal verschoben. Das hat einen naheliegenden, pragmatischen Grund.

Aurich - Er sollte mal eine kleine, feine Flaniermeile werden: Die Stadtplaner hatten große Pläne mit dem Carolinengang vor, der Fußgänger-Hauptschlagader von der Burgstraße zum Carolinenhof. Damit das Einkaufscenter gut eingebunden war, sollte auch der Weg dahin attraktiv sein. Seit Jahren ist von den hochfliegenden Plänen nicht viel zu spüren. Der Weg ist eine Mischung aus Schotterpiste und altem Pflaster. Die Fläche ist uneben, die Wegführung mäandernd. „Nur schnell durch“, ist der intuitive Impuls. Dabei laden zwei Lokale im Carolinengang zum Verweilen ein: der „Hirsch“ und die „Pinte“ von Arno Fecht. Der Gastronom hat als Investor maßgeblich dazu beigetragen, dass ein schöner Neubau an einer Seite des Carolinengangs errichtet wurde. Am Zug ist aber bei der notwendigen Gestaltung des Carolinengangs die Stadt.

Was sind deren Pläne? „Die Baumaßnahme soll im Oktober starten“, sagte Bürgermeister Horst Feddermann (parteilos) auf Anfrage. Einbezogen werde auch jene Fläche, auf der früher die vom Brandkrustenpilz befallene Blutbuche stand. Übergangsweise werde die „Oberfläche der Lohne noch einmal hergerichtet“, so Feddermann. Damit haben Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs in den vergangenen Tagen bereits angefangen. Das Gelände um die gefällte Blutbuche wurde mit Muttererde bedeckt, der Schotter auf den Wegen ausgebessert.

Schön gestalteter Platz

Arno Fecht sagte, er sei eng in diese Gestaltungsprozesse eingebunden worden. Er habe darum gebeten, die endgültige Sanierung des Carolinengangs auf den Herbst zu verschieben. „Es hätte uns Gastronomen empfindlich getroffen, wenn in den kommenden Monaten vor unserer Tür gebaut worden wäre“, sagte der Gastwirt, der für die FDP im Auricher Stadtrat sitzt. Er freue sich darauf, dass das Areal im Herbst aufgewertet werde. Dafür gebe es auch bereits konkrete Pläne. Er habe Zeichnungen gesehen, die einen landschaftlich schön gestalteten Platz zeigten. Dort sei sogar ein kleiner Spielplatz vorgesehen. Außerdem solle es seine Neupflanzung als Ersatz für die gefällte Buche geben.

Laut Fecht soll es sich entweder um eine Ulme oder eine Linde handeln. Weil der Boden immer noch mit Spuren des Brandkrustenpilzes kontaminiert sein könnte, dürfe dort auf keinen Fall wieder eine Buche in die Erde kommen.

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