Fußball
Morgens aus der Quarantäne, nachmittags Torjäger
Keno Buss schoss den TuS Pewsum nach einer Corona-Zwangspause gegen den SV Wallinghausen zum Sieg. Weniger spektakulär ging es im Bezirksliga-Aufstiegsrunden-Spiel zwischen Holtland und Esens zu.
Ostfriesland - In der Aufstiegsrunde der Fußball-Bezirksliga spielte fast alles für Spitzenreiter SV Hage. Verfolger Holtland patzte beim 0:0 gegen Esens und die hoch gehandelten Bunder unterlagen Strudden gar mit 0:2.
TuS Pewsum – SV Wallinghausen 2:1 (1:1)
Eine triumphale Rückkehr aus der Quarantäne glückte TuS-Torjäger Keno Buss. Direkt nach dem Spitzenspiel vor einer Woche in Hage hatte er einen positiven Corona-Test. Und pünktlich am Sonntagmorgen war er wieder negativ. Am Nachmittag erzielte Buss dann beide Tore zum Pewsumer 2:1-Erfolg. Dabei begann die Partie gar nicht nach dem Geschmack seines Vaters. „Durch ein blödes Gegentor sind wir in Rückstand geraten“, sagte Trainer Bernd Buss. Es war ein unnötiges Foul von Torhüter Nico Eden, der das Elfmetertor von Bent Bogena einleitete. Gegen die kompakte Gäste-Abwehr agierte der TuS fortan druckvoll und geduldig. Eine Flanke von Eyüp Eyüpoglu nahm Keno Buss gekonnt an und vollendete zum 1:1.
Nach der Pause schlug Eyüpoglu nach herrlicher Kombination mit Marek Hinrichs die nächste Maßflanke. Keno Buss köpfte den Ball zum 2:1 ins Netz. Danach folgte eine Druckphase der Gäste. Dabei parierte Torhüter Nico Eden mehrfach bravourös. „Er hat uns am Ende den Sieg gerettet“, sagte Buss. Über 90 Minuten gesehen aber waren die Gastgeber die bessere Mannschaft.
Tore: 0:1 Bogena (Foulelfmeter, 11.), 1:1/2:1 Buss (40./72.).
SV Holtland – TuS Esens 0:0
Den Höhepunkt der ereignisarmen Partie erlebten die Zuschauer schon nach sieben Minuten. Nach einem Abwehrpatzer der Gäste stand Mirco Behmann frei vor dem TuS-Tor, scheiterte aber an Torhüter Jannes Havemann. Ansonsten konzentrierten sich die personell geschwächten Gäste nach elf Gegentoren über Ostern auf die Defensive und machten dem SVH das Stürmen schwer. Der Tabellenzweite fand kaum einmal eine Lücke, sodass sich die Partie wahrlich nicht zu einem Leckerbissen entwickelte.
Auch nach dem Wechsel waren die Gastgeber optisch überlegen, aber einfallslos im Angriff. Weil auch der TuS zwei Konterchancen nicht zu nutzen wusste, wurde die Partie nur noch einmal farbig. Kurz vor Schluss sah SVH-Akteur Timon Balssen nämlich die Gelb-Rote Karte.