Tübingen

Wie Lisa Federle von einer mittellosen Frau zu Deutschlands bekanntester Ärztin wurde

Joachim Schmitz
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Von Joachim Schmitz
| 28.04.2022 10:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 14 Minuten
Gefragte Frau: Lisa Federle absolvierte im letzten Jahr genauso viele Talkshowauftritte wie die Kanzlerkandidaten Olaf Scholz und Armin Laschet. Foto: dpa/Tom Weller
Gefragte Frau: Lisa Federle absolvierte im letzten Jahr genauso viele Talkshowauftritte wie die Kanzlerkandidaten Olaf Scholz und Armin Laschet. Foto: dpa/Tom Weller
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Die Corona-Pandemie und die von ihr entwickelte und als „Tübinger Weg“ bekannt gewordene erfolgreiche Teststrategie haben aus Lisa Federle (60) Deutschlands wohl bekannteste Ärztin gemacht. Dabei hatte sie es alles andere als leicht im Leben.

Mit 17 war sie im Elternhaus unerwünscht, mit 19 zweifache alleinerziehende Mutter und ohne Schulabschluss. Wie sie ihr eigenes Leben in den Griff bekommen und zahllosen anderen Menschen geholfen hat, erzählt Lisa Federle in ihrer Autobiografie und beim Interview in ihrem Tübinger Haus.

Frage: Frau Federle, wenn man in Ihrem Buch liest, welches Programm Sie täglich absolvieren, kriegt man schon fast vom Lesen ein Erschöpfungssyndrom.

Antwort: Es ist wirklich ganz schön viel – viele Menschen sagen, dass sie niemanden kennen, der so viel arbeitet wie ich. Ich habe meine Praxis, nebenher die Tests durchgeführt und von einer japanischen Zeitung bis zum „Wall Street Journal“ Interviews gegeben. An den meisten Tagen habe ich von 8 bis 23 Uhr gearbeitet. Jetzt gehe ich es aber ein bisschen langsamer an.

Frage: Das gelingt?

Antwort: Ja, das gelingt. Ich bin kein Workaholic – es ist nicht so, dass ich dauernd arbeiten muss, sondern ich kann durchaus mal 14 Tage lesen, am Strand liegen, spazieren gehen, mir schöne Dinge angucken und kochen. Auch so finde ich mein Leben toll und spannend.

Frage: Und trotzdem war Ihr Leben in langen Phasen ein permanentes Schlafdefizit.

Antwort: Ja, bestimmt 20 Jahre lang oder noch länger. Meine Nächte hatten meist drei oder vier Stunden, und die oft nicht mal am Stück. Ich hatte nachts im Schnitt bestimmt fünf Notfälle, um die ich mich kümmern musste, Leute, die ich besuchen musste. Manchmal bin ich ins Auto und habe gedacht: So, jetzt wirst du gar nicht richtig wach, sondern fährst erst mal da hin.

Frage: Als Ärztin wissen Sie, dass das ungesund ist?

Antwort: Natürlich (lacht).

Frage: Ist man nicht irgendwann völlig platt, wenn man immer nur drei oder vier Stunden pro Nacht schläft?

Antwort: Ich war schon öfter platt, auf der anderen Seite glaube ich, dass man sich an so etwas gewöhnen kann. Und die Menschen brauchen ja auch unterschiedlich viel Schlaf. Ich habe jahrelang wirklich nur wenig gebraucht, inzwischen benötige ich auch wieder mehr Schlaf. So war das aber schon, als ich auf dem Abendgymnasium das Abitur nachgemacht habe. Da war ich bis spätabends in der Schule und habe anschließend noch Hausaufgaben gemacht. Ich war es also gewohnt, nicht viel schlafen zu können und mich trotzdem auch geistig anstrengen zu müssen.

Frage: Das muss man erst mal hinkriegen.

Antwort: Dabei hilft mir, dass ich durch das Abendgymnasium und die Kinder gut organisieren kann und Sachverhalte schnell begreife, was man als Notärztin natürlich auch braucht. Da kommt man in ein Zimmer und muss eigentlich innerhalb einer halben Minute wissen, was Sache ist. Das kann in solchen Situationen über ein Leben entscheiden. Hilfreich ist auch, dass ich ein ziemlich fotografisches Gedächtnis habe und es gut hinkriege, drei Sachen gleichzeitig zu machen.

Frage: Als Sie für den Landtag kandidiert haben, lautete Ihr Motto „Lisa immer im Einsatz“.

Antwort: Das Lustige war ja, dass ich nur diesen Satz plakatiert habe – nicht mein Gesicht, nicht meinen Nachnamen oder den Doktortitel. Vor allem Mütter, deren Töchter Lisa heißen, haben mir diese Plakate aus den Händen gerissen (lacht).

Frage: Gibt es Tageszeiten, zu denen Sie Ihr Handy ausschalten oder nicht beachten?

Antwort: Die gab es bislang nicht, jetzt fange ich damit an, dass ich es nachts zumindest gelegentlich mal leise stelle. Bisher war ich aber immer rund um die Uhr erreichbar – vor allen Dingen für meine Patienten. Damit habe ich wirklich auch schon einige Leben gerettet, denn es gibt Menschen, die rufen an – und wenn sie mich nicht erreichen, resignieren sie und versuchen es nicht mehr woanders, auch wenn sie einen Notarzt dringend brauchten.

Frage: Zusätzlich haben Sie im letzten Jahr aber auch noch genauso oft in einer Talkshow gesessen wie Olaf Scholz, Armin Laschet oder Lars Klingbeil. Hat das eigentlich Ihr Leben verändert?

Antwort: Eigentlich nicht, außer dass ich noch mehr im Stress war und ich immer aufpassen musste, dass ich rechtzeitig in die Praxis komme, und das Telefon von morgens bis abends ununterbrochen geklingelt hat. Meine Mailbox läuft ständig über – ich habe immer noch über tausend Mails, die ich noch nicht mal geöffnet habe (zeigt ihr Handy mit 1137 „neuen“ Mails). Ich schaffe das gar nicht, obwohl es nicht irgendwelche Werbe-Mails oder so etwas sind.

Frage: Das klingt aber schon nach Veränderung.

Antwort: Ich glaube nicht, dass ich mich persönlich verändert habe. Lustig wird’s nur manchmal, wenn ich irgendwohin komme. Letztens haben mich in Neapel zwei Japaner angesprochen, die das Interview mit mir in dieser japanischen Zeitung gelesen hatten.

Frage: Verraten Sie mir, wie oft Sie schon geimpft und genesen sind?

Antwort: Ich habe bis heute noch nicht Corona gehabt – auch nicht still und leise, weil ich das kontrolliert habe und die Antikörper habe bestimmen lassen. Und ich bin dreimal geimpft.

Frage: Mittlerweile sitzen in den Talkshows nicht mehr so viele Virologen und Ärztinnen wie Sie, sondern Ex-Generäle und Sicherheitsanalytiker. Vermissen Sie dieses Rampenlicht?

Antwort: Ich finde es spannend, so etwas zu erleben, und ich fand’s auch wahnsinnig wichtig, aber ich mache Dinge nicht, wenn sie nichts bewirken. Ich hocke mich nicht irgendwo rein, nur um zu reden oder die Society-Lady zu spielen. Für mich war es schon immer essenziell wichtig: Wenn ich etwas tue, muss es auch etwas bringen. Das hieß, dass Deutschland gut durch die Corona-Krise kommt. Ich wollte nicht, dass die alten Menschen sterben.

Frage: Sind wir denn gut durchgekommen bisher?

Antwort: Ich glaube schon, dass viele Fehler gemacht worden sind. Wir hätten mehr Menschenleben retten können, und wir hätten viel, viel mehr für die Kinder tun müssen, die teilweise richtig vereinsamt und sozial abgestürzt sind. Es hat den Kindern aus sozial schwachen Elternhäusern mehr geschadet als den anderen. Und wir hätten Tübingen offen lassen müssen. Wir hatten ja alles unter Kontrolle, auch wenn Karl Lauterbach mir immer widersprochen hat. Ist doch klar, dass wir eine höhere Inzidenz haben, wenn wir 5000 Leute statt 50 Leute testen. Ich glaube auch, dass wir mit unseren Daten offener, klarer und ehrlicher hätten umgehen müssen, gerade was das Impfen angeht. Deshalb finde ich es auch gut, dass die Impfpflicht gescheitert ist.

Frage: Vor 40 Jahren war nicht nur Corona weit weg, sondern auch Lisa Federle weit davon entfernt davon, eine angesehene Ärztin und gefragter Talkshowgast zu sein. Mit 19 waren sie Mutter zweier Kinder, deren Vater ein gewalttätiger Junkie war. Sie hatten keinen Schulabschluss und waren zu Hause rausgeflogen. Nicht gerade die ideale Startrampe für ein erfülltes Leben. Wie verzweifelt waren Sie damals?

Antwort: Teilweise schon sehr. Ich hab als 16-Jährige noch mit Puppen gespielt, und mit 17 war ich dann schwanger. Ich war kein frühreifes Kind oder Jugendliche, ich kannte die Welt überhaupt nicht und hab mich deswegen dann manchmal gefühlt wie ein Vogel, der aus dem Nest gefallen ist. Das war besonders schwierig, weil ich in einer scheinbar heilen, pietistischen und sehr begrenzten Welt groß geworden bin und zum Beispiel mit Drogen überhaupt nichts zu tun hatte. Von einer Welt in eine andere zu wechseln ist aber nicht so einfach, weil es einen heimatlos macht. In der alten Welt warst du nicht zu Hause, und die andere kennst du nicht.

Frage: Sie haben sich im wahrsten Sinne am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen. Gab’s noch jemanden, der damals für Sie ganz wichtig war?

Antwort: In der Zeit? Nein, da war ich wirklich allein, da gab’s niemanden, der gesagt hätte: Du, ich helfe dir jetzt. Dieses Gefühl war eigentlich das Schlimmste: Du bist total verlassen, hast zwei Kinder, hast eine Wahnsinns-Verantwortung, und es ist keiner da, der dich irgendwie unterstützt.

Frage: Sie waren ja derart mittellos, dass Sie Lebensmittel geklaut haben und Ihnen der Strom abgestellt wurde.

Antwort: Und das waren keine Luxusartikel. Ich habe Brot und Käse geklaut, nicht etwa Chips, Gummibären oder Schokolade. Es ging darum, dass ich etwas zu essen habe. Das war wirklich schlimm – auf der anderen Seite bin ich überhaupt nicht verbittert. Ich glaube sogar, es ist gar nicht schlecht, so etwas mal erlebt zu haben, weil ich dadurch nie vergessen habe, wie es in einer solchen Situation ist. Ich habe bis heute absolut Verständnis für Menschen, denen es nicht gut geht. Deswegen kann ich heute nicht nur gut mit Professoren, sondern auch mit Obdachlosen.

Frage: Was hat Ihnen denn damals wirklich geholfen?

Antwort: Die Bücher. Die Bücher haben mich gerettet. Nachdem mein Vater gestorben war, habe ich ein Buch nach dem anderen gelesen. Alles, was ich in die Finger kriegen konnte. Irgendwann konnte ich nur noch die Bücher meiner Oma vom Dachboden holen, die noch in Sütterlin-Schrift geschrieben waren. Egal, ich habe einfach alles gelesen. Am Ende habe ich sogar in der Schule in dieser Schrift geschrieben, die ich ja eigentlich gar nicht gelernt hatte – was meinen Sie, wie die Lehrer da geguckt haben? Die konnten das teilweise gar nicht lesen (lacht).

Frage: Ihr Vater ist gestorben, als Sie elf waren, und Sie schreiben in Ihrem Buch: Es war der traurigste Tag in meinem Leben. Was hat Ihren Vater so besonders für Sie gemacht?

Antwort: Ich war das einzige Mädchen von fünf Kindern und der absolute Liebling meines Vaters, er war immer stolz auf mich. Er war Englischlehrer, später Professor, und ich habe ihm irgendwann mal einen Brief auf Englisch geschrieben, weil ich ihm eine Freude machen wollte. Das hat ihm sehr gefallen. Ich habe viel von ihm gelernt und fand ihn einfach toll. Meine Mutter hatte dagegen einen viel engeren Bezug zu ihren Söhnen.

Frage: Ihre Mutter war sehr religiös, pietistisch und streng. Und hat Sie, wie Sie schreiben, zum Gespött der anderen Kinder gemacht.

Antwort: Diesen Pietismus finde ich noch schlimmer, noch extremer als strengen Katholizismus. Als ich in die Pubertät kam, hatten alle Jeans, durften einen Tanzkurs machen, die Mädchen schnitten sich die Haare, hatten tolle Frisuren, schminkten sich – und ich kam mit selbst geschneiderten Kleidern, die eins zu eins die Abbildung der Kleider meiner Mutter waren, hatte knielange Röcke und musste Zöpfe tragen. Da war es einfach schwierig, akzeptiert und nicht zum Außenseiter zu werden. Als Kind war ich zunächst sehr still, sehr zurückgezogen. Aus dieser Situation wollte ich raus, bin dann irgendwann der Klassenclown geworden und später sogar mal Klassensprecherin. Das war meine Art, mich zu wehren.

Frage: Was hat Ihre Mutter dazu bewogen, mit Ihnen zu brechen und Sie zu Hause rauszuwerfen?

Antwort: Ich glaube, es war ihre Hilflosigkeit. Ich sollte abends um sechs zu Hause sein, durfte auf keine Party, meine Mutter ist zu jedem Klassenausflug mitgegangen, und wenn ich einen Liebesbrief von einem Jungen bekam, musste ich den zurückgeben. Ich bin dann aber jeden Abend rausgegangen und nachts spät nach Hause gekommen. Und als sie es mir verboten hat, bin ich eben rausgeklettert. Eines Abends hat sie dann meine Sachen in zwei Plastiktüten gepackt, aus dem Fenster geworfen und mir gesagt, dass ich nicht mehr zu kommen brauche. Kurz danach bin ich schwanger geworden.

Frage: Nach dem zweiten Kind und der Trennung vom drogensüchtigen Vater haben Sie in einer Tübinger Kneipe Ihr Geld verdient.

Antwort: Was glauben Sie, wie meine Mutter geguckt hat? Ich bin ja nicht nur in einem pietistischen, sondern auch in einem Blaukreuzler-Elternhaus aufgewachsen. Also total antialkoholisch, bei uns gab’s das Wort Alkohol gar nicht. Der „Boulanger“, wo ich dann gearbeitet habe, war eine echte Trinkkneipe, da wurde viel Schnaps getrunken oder auch mal zehn Halbe an einem Abend. Aber auch das ist nur eine von ganz vielen Welten, die ich kennengelernt und in der ich gelebt habe. Ich habe auch mal als Rennärztin in der Formel 1 gearbeitet. Wenn man so viele Welten kennt, hat man einen breiten Horizont und kann sich diejenige raussuchen, in der man sich am wohlsten fühlt.

Frage: Sie haben später Ihre Promotion zum Thema Alkoholismus geschrieben. Hing das mit Ihrem Kneipenjob zusammen?

Antwort: Natürlich habe ich da auch ein Stück von dem Leben, das ich da kennengelernt habe, verarbeitet. Es war aber auch so, dass es mich interessiert hat: Warum wird jemand Alkoholiker? Wieso kommt ein Mensch dazu, dass er keine Kontrolle mehr über sich hat?

Frage: Wie wäre Ihr Leben verlaufen, wenn Sie am 27. März 2011 ungefähr 30 Stimmen mehr bekommen hätten? Sie haben damals hier in Tübingen sich für die CDU um ein Landtagsmandat beworben und hatten am Ende 21 Stimmen weniger als der Kandidat der Grünen.

Antwort: Dann hätte ich für die CDU im Landtag gesessen, und ich vermute mal, dass ich so schnell auch nicht rausgeflogen wäre, auch wenn ich das natürlich nicht weiß. Vielleicht hätte ich ja mehr bewirken können, als ich es so konnte. Ich bin auch im Kreistag und hab immer eine gewisse Anerkennung und Zustimmung dafür bekommen, dass ich so viel getan habe. Ich habe die meisten Stimmen von allen CDU-Abgeordneten und dadurch auch eine ziemliche Narrenfreiheit. Ich kann es mir erlauben, immer dafür einzustehen, was ich sehe und denke, und stehe viel weniger unter Gruppenzwang als andere. Das habe ich immer als riesigen Vorteil empfunden. Ich habe an erster Stelle als Ärztin entschieden und nicht als CDU-Politikerin.

Frage: Sie beschreiben in Ihrem Buch sehr viele Menschen mit großer Offenheit – wie zum Beispiel Ihre langjährige Beziehung zu Rezzo Schlauch. Nur von Ihrem Mann erfährt man kaum mehr, als dass er Michael heißt. War das sein Wunsch?

Antwort: Ja. Mein Mann ist CEO einer Pharmafirma, die weder Medikamente noch Tests herstellt, sondern Plasmaprodukte. Er ist per se jemand, der sich nicht gern in der Öffentlichkeit zeigt – wenn Sie ihn googeln, werden Sie nicht viel über ihn finden. Und er hat mich darum gebeten, nicht so viel über ihn zu schreiben. Das habe ich natürlich respektiert, auch wenn die Leser wissen sollen, wie liebevoll er mit mir umgegangen ist. Das war auch der Grund dafür, dass wir heimlich geheiratet haben.

Frage: Schon als Kind hatten Sie den Wunsch, Missionsärztin zu werden. Ärztin verstehe ich ja, aber warum Missionsärztin?

Antwort: Ich war damals neun Jahre alt, und hier in Tübingen gab es immer wieder Ärzte und Krankenschwestern, die aus dem Ausland kamen und Dias zeigten. Ich fand es damals schon faszinierend, Menschen zu helfen, denen es schlechter geht. Dass ich es dann nicht gemacht habe, hing mit meinen Kindern zusammen – ich wollte sie nicht dem Risiko aussetzen, beispielsweise Malaria zu bekommen, wenn ich mit ihnen nach Afrika gegangen wäre. Geblieben ist, dass ich denjenigen helfen will, denen es schlechter geht. Momentan sind es sehr viele Flüchtlinge aus der Ukraine, um die und deren Kinder wir uns mit unserem Verein „BewegtEuch“ kümmern.

Frage: Was ist Ihnen neben dem Beruf noch wichtig im Leben?

Antwort: Die Familie, sie ist meine absolute Basis. Es war nicht einfach für mich, so jung Kinder zu kriegen. Ich war nur auf ganz wenigen Konzerten, kaum im Kino und als Studentin nur selten auf Partys. Wenn andere in die Disco gegangen sind, habe ich zu Hause gesessen, Windeln gewechselt und überlegt, wo ich das Joghurt für meine Kinder herkriege. Das war echt schwer, ich war eingesperrt, konnte mir nichts erlauben und war fertig und kaputt. Aber ich habe im Laufe der Jahre durch die Familie so eine tolle, breite Basis bekommen, die für mich ein echter Rückhalt ist. Ich habe ein sagenhaftes Verhältnis zu meinen Kindern, das hat mich wirklich aufgefangen. Heute werde ich für die schwierige Zeit mehr als belohnt. Daher kommt auch mein Optimismus: Im Grunde hat alles, was mal furchtbar war, am Ende etwas Positives.

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