Fußball
Esenser Notelf vermiest Pewsum den 1. Mai vollends
Mit einem Sieg hätte der TuS Pewsum noch um einen Spitzenplatz mitreden können. Doch es kam ganz anders. Das lag auch an einem umstrittenen Elfmeter.
Ostfriesland - Der Kreis der Aufstiegsanwärter hat sich am Sonntag reduziert. Mit Heimpatzern verspielten TuS Pewsum (1:4 gegen Esens) und SF Larrelt (0:0 gegen Wallinghausen) ihre letzten Titel-Chancen.
TuS Pewsum – TuS Esens 1:4 (1:2). Die Esenser gewannen auch das zweite Duell innerhalb von drei Wochen und vermiesten den Gastgebern den 1. Mai vollends. Dabei waren die Gäste personell derart arg geschwächt, dass neben Trainer Ralf Backhaus nur noch der fast drei Monate lang verletzte Kim Böhning auf der Ersatzbank saß. Die Elf auf dem Feld aber agierte laut Backhaus „erstklassig“ und überraschte die Gastgeber von Beginn an. Den beherzten Auftritt belohnte Finn Rosenboom mit dem 0:1. Die Krummhörner glichen aber wenig später durch Carsten Weyers aus, der im Nachschuss traf.
Kurz vor der Pause gab es dann massive Proteste der Pewsumer, als die Gäste nach einer Attacke gegen Finn Rosenboom einen umstrittenen Elfmeter zugesprochen bekamen. Den Strafstoß verwandelte Niklas Sukowski bei seinem Comeback nach langer Pause zum 1:2.
Tolles Solo von Til
Nach dem Wechsel waren die Pewsumer völlig von der Rolle, hatten zunächst aber Glück, dass der Gast mehrere Chancen ungenutzt ließ. Einmal retteten die Platzherren bei einem Sukowski-Schuss auf der Torlinie. Dann aber machte Frank Til mit dem schönsten Tor des Tages alles klar. Er startete an der Mittellinie zu einem Sololauf und krönte die Aktion mit dem 1:3. Pewsum agierte weiter harmlos, Esens hingegen erhöhte durch Sukowski noch auf 4:1. „Das war eine tolles Spiel meiner Jungs“, lobte Backhaus.
Tore: 0:1 Rosenboom (37.), 1:1 Weyers (41.), 1:2 Sukowski (Foulelfmeter, 45.), 1:3 Til (64.), 1:4 Sukowski (79.).
SF Larrelt – SV Wallinghausen 0:0. Nach der 1:6-Pleite vor drei Wochen in Wallinghausen klappte es bei den Gastgebern diesmal immerhin in der Abwehr. „Deshalb bin ich nicht gänzlich unzufrieden, auch wenn wir nun aus dem Kampf um die Spitze verabschiedet haben“, sagte SF-Trainer Marten Sandmann. Die erste Halbzeit zeigte dominierende Abwehrreihen. Ab der 60. Minute waren kurzzeitig die Larrelter am Drücker und vergaben durch Tammo Kasten, Andre Krzatala und Tobias Damm gute Chancen. Danach ebbte der SF-Elan wieder ab. Am Ende besaßen sogar die Gäste die Chance zum Siegtor, ließen aber auch gute Möglichkeiten ungenutzt.