Fußball

TuRa 07 Westrhauderfehn fällt nach 0:2 auf einen Abstiegsplatz

Hans Damm
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Von Hans Damm
| 01.05.2022 19:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Lenard Buscher im Vorwärtsgang: Die Moral stimmte bei TuRa 07. Foto: Damm
Lenard Buscher im Vorwärtsgang: Die Moral stimmte bei TuRa 07. Foto: Damm
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Nach dem 0:2 gegen Bad Rothenfelde ist TuRa 07 Westrhauderfehn auf einen Abstiegsplatz in der Landesliga zurückgefallen. TuRa haderte mit dem 0:1 und sah dabei „eine krasse Fehlentscheidung“.

Westrhauderfehn - TuRa 07 Westrhauderfehn unterlag dem SV Bad Rothenfelde in der Abstiegsrunde der Fußball-Landesliga mit 0:2. Die wohl spielentscheidende Szene ereignete sich in der 67. Minute, als TuRas Keeper Hendrik Gossmann einen Flankenball abfing und dabei von Gästespieler Vincent Stumpe gerempelte wurde. Gossmann ließ den Ball fallen, Schiedsrichter Kai Steffens (Esens) das Spiel laufen. Maximilian Werner reagierte schnell und schob das Leder über die Linie. Alle Proteste der Fehntjer waren vergebens. Während die Gäste durch den Sieg an den Fehntjern auf Rang drei kletterten, rutschte TuRa zunächst auf einen Abstiegsplatz.

Auch Torjäger Frank Waden blieb ohne Treffer. Foto: Damm
Auch Torjäger Frank Waden blieb ohne Treffer. Foto: Damm

„Das war eine krasse Fehlentscheidung. Hendrik hatte den Ball sicher in den Händen, ließ ihn nur fallen, weil er zu hart angegangen wurde“, ärgerte sich TuRas Trainer Erhan Colak über den ausgebliebenen Pfiff des Unparteiischen. Seiner stark ersatzgeschwächten Mannschaft wollte der Coach nach der bitteren Niederlage keinen Vorwurf machen. „Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet, kaum etwas zugelassen und hätten ohne diese Fehlentscheidung nicht verloren.“

Wenig los in der ersten Halbzeit

In der ereignisarmen ersten Halbzeit hatten die Gäste vor 150 Zuschauern zunächst mehr Ballbesitz, spielten die Angriffe aber nicht gewinnbringend aus. Ungenaue Zuspiele und Fehler in der Ballannahme verhinderten klare Einschussmöglichkeiten. Das galt allerdings auch für die Platzherren, die nach Kontern mit guten Diagonalbällen zwar gefährlich in der Rothenfelder Hälfte aufkreuzten, das entscheidende Zuspiel dann aber verpassten.

Spieldaten

Westrhauderfehn: Gossmann, Meyer (35. Schulte), Flügge (80. Schütte), Janssen, Malchus, Weber (89. Lünemann), Lenard Buscher, Ole Eucken, Weßling, Hinz (64. Diarrassouba), Waden.

Tore: 0:1 Werber (67.), 0:2 Klein (76.).

So sahen die Fans kaum Torraumszenen. In der 28. Minute brachte Sulayman Ceesay den in den Strafraum startenden Stumpe in Schussposition. Der brachte den Ball zwar aufs Tor, doch Gossmann lenkte den Ball über die Querlatte. Beim folgenden Eckball klärte TuRas Keeper am kurzen Eck gegen Werner. Auch die Chancen der Gastgeber, die nach knapp einer halben Stunde den ersten Wechsel vornehmen mussten, weil Henning Meyer sich nach einem Kopfballduell am Sprunggelenk verletzt hatte, blieben überschaubar. Für Meyer kam U23-Akteur Marcel Schulte aufs Feld.

Torwart verhindert Waden-Tor

In der 36. Minute köpfte Gästekapitän Julian Strieder einen langen Abschlag von Gossmann zurück zu seinem Torhüter Tobias Zahl, Frank Waden ging dazwischen, doch Zahl konnte gerade noch klären. Auch mit einem Freistoß von Ole Eucken in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatte der Keeper keine Probleme.

Zwei Minuten nach Wiederbeginn verpasste Tim Wernemann per Kopf die Gästeführung, als er ein Zuspiel des für den rotgefährdeten Ceesay eingewechselten Lasse Niehaus überhastet vergab. Im Gegenzug dann fast die Führung für die Fehntjer: Nach einer Flanke von Matthias Malchus schlug Konstantin Stumpe über den Ball, irritierte aber damit den hinter ihm lauernden Waden, der das Leder ebenfalls nicht richtig traf.

Janssen verhindert das 0:3

In der 67. Minute fiel dann der umstrittene Führungstreffer und in der 76. Minute stellte Daniel Klein freistehend nach einem Eckball den 0:2-Endstand her. Kurz darauf verlor Gossmann einen Zweikampf 25 Meter vor dem Tor, sodass Jonas Schöne freie Bahn hatte. Sein Schuss aufs leere Tor war aber zu schwach, Onno Janssen konnte noch vor der Linie klären.

In der 87. Minute blieb Zahl mit einer starken Parade bei einem Freistoß von Eucken erneut Sieger, auch den anschließenden Eckball entschärfte er vor dem heranstürmenden Ole Eucken.

In der Schlussminute verpasste der eingewechselte Felix Schütte mit einem Kopfball nach einer Ecke von Benjamin Lünemann noch eine Resultatsverbesserung, als er per Kopf das Gästegehäuse knapp verfehlte.

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