Fußball Schiri-Streik am Sonntag? So ist die Lage in Ostfriesland

 | 13.05.2022 13:21 Uhr  | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Eine private Gruppe fordert Reformen zum Schutz der Schiedsrichter. Symbolfoto: Pixabay
Eine private Gruppe fordert Reformen zum Schutz der Schiedsrichter. Symbolfoto: Pixabay
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Eine Gruppe namens „IG Schiedsrichter“ ruft Unparteiische für Sonntag bundesweit zum Streik auf. Ihr Ziel sind Reformen zum Schutz. Der ostfriesische Schiri-Chef ist von der Aktion wenig angetan.

Ostfriesland - Eine private Interessengemeinschaft sorgt bundesweit für Aufsehen im Amateurfußball. Die in Sachsen ansässige Gruppe „IG Schiedsrichter“ ruft nämlich alle Unparteiischen dazu auf, am Sonntag, 15. Mai, die Pfeife ruhen zu lassen. Hintergrund des Streiks sind die vielen körperlichen Angriffe auf Schiris in der jüngsten Vergangenheit. Im Zuge dessen fordert die Gruppe „grundlegende Reformen zum Schutz der Schiedsrichter“, heißt es auf der Internetseite der IG.

Dass flächendeckend Schiris am Sonntag tatsächlich bei Spielen fern bleiben, muss indes aber nicht befürchtet werden. So distanziert sich der DFB gemeinsam mit den Landesverbänden in einer Stellungnahme von dem Aufruf: „Die Verbände vertreten die klare Position, dass es keine zielführende Maßnahme ist, den Amateurfußball für einen Spieltag lahm zu legen.“ Auch der ostfriesische Schiri-Chef Martin Brand hat dazu eine klare Meinung: „Es gibt sicherlich Verbesserungspotenzial. Anstöße dafür sollten aber nicht durch einen Streik, sondern durch Kommunikation erfolgen.“

Die IG Schiedsrichter bewertet die Aktion schon jetzt als Erfolg. „Es war absolut notwendig, um Aufmerksamkeit für Schiedsrichter in Deutschland zu erzeugen. Unter Fußballfans wird das Thema jetzt breit diskutiert und Schiedsrichter bekommen Unterstützung aus der breiteren Öffentlichkeit“, schreibt IG-Redaktionsleiter Reiner Kuhn auf Nachfrage. „Das dies den oberen Herren nicht gefällt, ist mir klar. Ist mir aber ehrlich gesagt egal.“