Milliarden-Deal wackelt  Musk hat Twitter in der Hand

Mark Otten
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Ein Kommentar von Mark Otten
| 13.05.2022 17:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Tesla-Chef Elon Musk wollte die Twitter-Übernahme eigentlich bis Ende 2022 abschließen. Foto: imago images/ZUMA Wire
Tesla-Chef Elon Musk wollte die Twitter-Übernahme eigentlich bis Ende 2022 abschließen. Foto: imago images/ZUMA Wire
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Von außen betrachtet wirkt Elon Musk bei der milliardenschweren Twitter-Übernahme wie ein Amateur. Doch unabhängig davon, ob der Deal am Ende klappt oder nicht: Twitter hat bereits verloren.

Eines muss man Elon Musk lassen: Mit ihm wird es einfach nicht langweilig. Aus heiterem Himmel und per Tweet legt er seine Twitter-Übernahme kurzerhand auf Eis und schickt die Twitter-Aktie damit auf Talfahrt. Angeblich müsse Musk erst genau wissen, wie viele Fake-Profile das Netzwerk tatsächlich hat. Von außen betrachtet wirkt der Tesla-Chef zunehmend wie ein Amateur. Doch niemand sollte glauben, dass die Zahl der Fake-Konten der wahre Grund für Musks Zögern ist. Wahrscheinlicher ist, dass er taktiert.

Das Problem: Dem Milliardär fliegt offenbar die Finanzierung des Deals um die Ohren. Die beruht nämlich zum Großteil auf Tesla-Aktien, die jedoch haben seit der Verkündung der Twitter-Übernahme mehr als 25 Prozent an Wert verloren. Dieser Gegenwert fehlt dem Unternehmer nun. Vieles deutet darauf hin, dass Musk einen Grund sucht, um den Preis zu drücken – oder ganz aus dem Deal auszusteigen.

Klar ist, dass Elon Musk Twitter auch ohne Übernahme bereits vollständig in der Hand hat. Ausgerechnet mit seinen Tweets kann Musk den Aktienkurs des Unternehmens nach Belieben rauf und runter schicken. Sollte die Übernahme tatsächlich noch scheitern, wird Twitters Aktienkurs komplett abstürzen. Das wiederum würde den Übernahmepreis deutlich senken – und dann wäre klar, dass Musk eben doch kein Amateur ist.

Den Autor erreichen Sie unter mantel@zgo.de

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