London  Verlegung im Gefängnis: Gute Nachrichten für Boris Becker

Torben Kessen
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Von Torben Kessen
| 17.05.2022 17:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Wurde innerhalb des Wandsworth-Gefängnisses in London verlegt: Der ehemalige Tennis-Star Boris Becker. Foto: dpa/PA Wire/Kirsty O’connor
Wurde innerhalb des Wandsworth-Gefängnisses in London verlegt: Der ehemalige Tennis-Star Boris Becker. Foto: dpa/PA Wire/Kirsty O’connor
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Die deutsche Tennis-Legende soll in einen anderen Teil des Londoner Wandsworth-Gefängnisses verlegt worden sein. Ein Ex-Häftling berichtet, was sich für Becker verändert.

Schon über zwei Wochen ist das Gerichtsurteil gegen Boris Becker und seine sofortige Inhaftierung in das berühmt-berüchtigte Gefängnis in London-Wandsworth her. In den ersten Tagen hatte der ehemalige Tennis-Star über schlechte Haftbedingungen geklagt, jetzt soll der Deutsche in einen angenehmeren Teil des Gefängnisses verlegt worden sein. Zunächst hatte die „Bild“ darüber berichtet.

Immer wieder hatte sich der 54-Jährige über das wenige Essen, kaum Zeit und Raum für Körperpflege und vor allem den Platzmangel in seiner 6,5 Quadratmeter kleinen Zelle beschwert. Bisher musste Becker sich seine Zelle mit einem anderen Häftling teilen – mit der Verlegung in einen anderen Gefängnis-Trakt erhält der dreifache-Wimbledon-Sieger nun aber das Privileg, die Zeit in einer Einzelzelle abzusitzen.

Der Trinity Wing, wo Becker sich nun befinden soll, wird im Vergleich zu den anderen Bereichen des Wandsworth-Gefängnis als regelrechter „Wohlfühlbereich“ beschrieben. Becker selbst soll seinen Status innerhalb des Gefängnisses zudem von „Standard“ auf „IEP“ (Inzentives and Earned Privileges/Deutsch: Anreize und verdiente Privilegien) gewechselt haben und deshalb nun Vorzüge genießen.

Die Häftlinge im Trinity Wing sollen nach Aussagen des britischen Filmemachers Chris Atkins, der nach seiner Verurteilung im Juli 2016 wegen Steuerbetrugs über zwei Jahre in Wandsworth saß, deutlich mehr Freiheiten haben: „Trinity hat eine etwas entspanntere Aufsicht, hier haben Gefangene verstärkt Gelegenheiten, ihre Zellen zu verlassen. Etwa, um zu arbeiten, sich weiterzubilden, Sport zu treiben und soziale Kontakte zu knüpfen“, berichtet Atkins gegenüber der „Bild“.

Wie lange Becker im Trinity Wing in Wandsworth bleiben wird, ist unklar, denn es steht im Raum, dass Becker in Kürze in ein anderes Gefängnis verlegt werden soll. Auch eine Abschiebung nach Deutschland scheint möglich, da Becker kein britischer Staatsbürger ist. Laut dem Bericht könnte es frühestens Weihnachten soweit sein.

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