Osnabrück  Publikumsmagneten und Nachwuchs in Osnabrück zu erleben

Jan Kampmeier
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Von Jan Kampmeier
| 20.05.2022 12:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Sie befeuern das Piesberger Gesellschaftshaus: Tango-Legende Carel Kraayenhoff und sein Quartett Foto: Reinout Bos
Sie befeuern das Piesberger Gesellschaftshaus: Tango-Legende Carel Kraayenhoff und sein Quartett Foto: Reinout Bos
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Das Euregio Musikfestival bietet in den kommenden Wochen in unserer Region ein spannendes und abwechslungsreiches Konzertprogramm.

Häufig bietet das Euregio Musik Festival dem musikalischen Nachwuchs eine Bühne. Doch Euregio gibt es jetzt seit 25 Jahren, und aus einigen Nachwuchskünstlern der Anfangszeit sind inzwischen bekannte und erfolgreiche Größen im Musikbetrieb geworden, die mit dem Festival eng verbunden blieben, wie Euregio-Leiter Timo Maschmann sagt. Das gilt etwa für den Pianisten Oliver Kern, der am Sonntag in Bad Iburg zu hören ist.

„Ich war früher oft beim ARD-Wettbewerb in München“, erzählt Timo Maschmann. „Oli hat dort vor über 20 Jahren den zweiten Platz belegt – ein erster wurde nicht vergeben – und wir haben immer gerne ARD-Preisträger eingeladen. Die habe ich mir allerdings ganz gezielt ausgesucht, es mussten gar nicht immer die Gewinner sein. Für mich war nämlich auch eine sehr gute Bühnenpräsenz wichtig.“ Bei Oliver Kern steht Beethoven, Brahms und Chopin auf dem Programm. Klassisches „Kernrepertoire“ sozusagen, denn: „Das hat ihn immer ausgezeichnet,“ so Timo Maschmann.

Zu den altbekannten Euregio-„Stars“ gehören außer Oliver Kern noch Wolfram Huschke (2.6., Lagerhalle), mit seinem E-Cello ein wahrer Publikumsmagnet, und Carel Kraayenhoff (18.6., Piesberger Gesellschaftshaus), Bandoneonist und Tango-Legende, der noch mit Astor Piazolla aufgetreten ist.

Zur jüngeren, aber dennoch bereits gut etablierten Generation gehören Cellist Alexander Dimitrov und Pianist Seejon Park. Sie spielen am 27.5. in Malgarten Werke von Beethoven, Strawinskij und dem Cellovirtuosen Karl Davidoff. Auch in Osnabrück wird eine junge Musikerin zu hören sein, am 10.6. spielt die koreanische Pianistin A Jin Sohn im Steinwerk St. Katharinen Werke von Scarlatti, Schubert, Chopin, Schumann und Schtschedrin. Auch Timo Maschmann hat sie bisher nur auf YouTube gehört. Sie perfektioniert sich zur Zeit an der Hochschule in Münster, „und es ist ja immer schön, Künstler aus der Region zu integrieren, die auf so hohem Niveau spielen.“

Typisch für Euregio sind außerdem immer wieder Open Air Konzerte, beliebt beim Publikum, aber akustisch unter Umständen schwierig. „Der Innenhof auf dem Iburger Schloss eignet sich aber gut: sehr hell und sehr klar.“ Dort spielen am 28.5. Linda Guo (Violine) und Manuel Lipstein (Cello). „Sie sind beide sehr jung, 21 Jahre, und gerade erst zusammen mit dem WDR Orchester in der Kölner Philharmonie aufgetreten. Für uns haben sie ein spannendes Programm zusammengestellt, sie gehen nicht den ganz normalen Weg.“

Weitere Infos unter www.euregio-musikfestival.de Karten für alle Konzerte sind im Vorverkauf über Eventim erhältlich, u.a. bei allen Ticketshops der NOZ Medien und der Tourist Information Osnabrück. Reservierungen sind auch online oder telefonisch unter 0541-40712873 möglich.

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