Feuerschiff-Sabotage Prozesstermin am Emder Amtsgericht steht fest
Vor knapp einem Jahr wurde in das Emder Feuerschiff eingebrochen. Schäden in Höhe von 125.000 Euro entstanden. Jetzt soll der Angeklagte aussagen.
Emden - Fast ein Jahr ist die Sabotage am Emder Feuerschiff „Amrumbank/Deutsche Bucht“ her, nun steht der Termin für die Hauptverhandlung am Amtsgericht der Stadt fest. Am 7. Juni werden der Angeklagte sowie fünf Zeugen aussagen. Das bestätigt der Direktor des Emder Amtsgerichts, Günther Bergholz, auf Nachfrage dieser Zeitung.
Dem Emder wird Sachbeschädigung und Diebstahl in besonders schwerem Fall vorgeworfen. Die Verhandlung ist öffentlich. Es stehen 25 Plätze zur Verfügung. Anmeldungen sind nicht mehr nötig und auch nicht möglich. Es geht nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt“, sagt Bergholz.
Schiff sollte wohl sinken
In der Nacht auf Sonntag, 20. Juni 2021, war mutmaßlich der Angeklagte in das Museumsschiff, das zu der Zeit gerade frisch saniert war und im Delft lag, eingebrochen. Er drang in den Maschinenraum vor, bohrte dort Löcher in die Außenwand, so dass Wasser einfließen konnte, und öffnete Bullaugen-Fenster. Es wird vermutet, dass er das Schiff zum Sinken bringen wollte. Es entstand ein Schaden in Höhe von 125.000 Euro an dem Schiff.
Emder Matjesfest so „vielschichtig“ wie nie
Streit zum Zuschuss für Emder Feuerschiff ist beigelegt
Kurios: Bei dem Einbruch beschädigte der Mann nicht nur das Schiff, er ließ auch „1000 Gramm Haribo“ mitgehen. Zurückgelassen hatte er dafür viele Spuren - unter anderem Blut. Vor Weihnachten im vergangenen Jahr konnte der damals 45-jährige Emder dann als Täter benannt werden. Das Motiv konnte in die Polizei in den Vernehmungen nicht erfahren.