Ostfriesenwut  Ein letzter Dreh in der Auricher Blücherkaserne

Rebecca Kresse
|
Von Rebecca Kresse
| 23.05.2022 17:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Offizielles Foto zum Drehstart von „Ostfriesenwut“ an der Burg Berum: Bettina Göschl (Ehefrau des Erfolgsautors, von links), Autor Klaus-Peter Wolf, Picco von Groote (Ann Kathrin Klaassen), Christine Repond (Regie), Barnaby Metschurat (Rupert), Procducer Simon Grohe und Produktionsleiter Rolf Seyfried. Foto: Rebecca Kresse
Offizielles Foto zum Drehstart von „Ostfriesenwut“ an der Burg Berum: Bettina Göschl (Ehefrau des Erfolgsautors, von links), Autor Klaus-Peter Wolf, Picco von Groote (Ann Kathrin Klaassen), Christine Repond (Regie), Barnaby Metschurat (Rupert), Procducer Simon Grohe und Produktionsleiter Rolf Seyfried. Foto: Rebecca Kresse
Artikel teilen:

An vielen Orten in Ostfriesland wird gerade der Klaus-Peter-Wolf-Krimi „Ostfriesenwut“ gedreht. Für die Blücherkaserne wird es das letzte Gastspiel sein, für die Middelser Schützen das erste.

Norden - Mord und Totschlag führt das Team von Schiwago Film Berlin wieder durch Ostfriesland. Bereits zum neunten Mal wird ein Buch von Erfolgsautor Klaus-Peter Wolf in Norden und Umgebung verfilmt. Dieses Mal ist das Buch „Ostfriesenwut“ Grundlage des ZDF-Samstagskrimis. Für die Auricher Blücherkaserne als Drehort ist es allerdings die Abschiedsvorstellung, wie Produzent Simon Grohe am Montag am Rande des Drehs in Berum erzählte. Dafür spielen die Schützen von „Gut-Ziel Middels“ in diesem Jahr eine nicht unerhebliche Rolle.

Der Schießstand des Schützenvereins „Gut Ziel Middels“ wird im Film den Schießstand des Bundeskriminalamtes (BKA) mimen. Am Montagnachmittag bekamen die BKA-Leute aus dem Film von den echten Schützen aus Middels schon einmal ein Schießtraining, erklärte Grohe. Schließlich sollen die Schausteller die Waffen vor der Kamera auch richtig halten und benutzen. Auch, wenn es bereits der neunte Dreh für einen Ostfriesland-Krimi ist, ist es diesmal eine besondere Herausforderung, sagte Grohe. Dieses Mal sind 189 Bilder für den 90-Minüter geplant. Normalerweise sind es zwischen 120 und 140 Bilder. Diese Fülle sei der Vorlage geschuldet und dem Willen der Filmemacher, so viel wie möglich von der Buchvorlage in den Film zu retten. Dadurch gebe es aber besonders viele Drehorte und alle Mitarbeiter und alles Zubehör muss immer wieder den Standort wechseln. „Es wir dadurch ein sehr flotter Film“, sagte Grohe.

Komparsen beim Drachenfest gesucht

Zu den Drehorten gehören unter anderem die Conerus-Schule in Norden, das Gästehaus Burg Berum, das Landhaus Lohmann und der Yachtclub Greetsiel. Das Auricher Rathaus dient wieder als Außenansicht der Polizeiinspektion. Die Innenansichten werden in der ehemaligen Blücherkaserne gedreht. „Da gibt es große Umstrukturierungen“, sagte Grohe. Dass die Kaserne für Flüchtlinge umgebaut wird, habe die Dreharbeiten dieses Mal noch nicht beeinflusst. Die Umstrukturierungen in der Kaserne führen aber dazu, dass es der letzte Dreh der Ostfrieslandkrimis vor Ort sein wird. „Danach müssen wir die Suche wieder aufnehmen, nach einem Studio in Norden oder Norddeich, wo diese Szenen gedreht werden können“, sagte Grohe.

Stürmischer Drehtag am Norddeicher Hafen mit Kai Maertens (Ubbo Heide). Foto: Schiwago Film
Stürmischer Drehtag am Norddeicher Hafen mit Kai Maertens (Ubbo Heide). Foto: Schiwago Film

Auch in der Ubbo-Emmius-Klinik Norden ist in einem zurzeit stillgelegten Trakt bereits gedreht worden. Der Norddeicher Hafen wird zu sehen sein, ebenso wie der Campingplatz in Norddeich. Auf dem Drachenfest in Norddeich am Himmelfahrtwochenende wird, wie schon 2018, mitten im echten Volksfest gedreht. Dafür hatte Klaus-Peter Wolf auf Facebook bereits die Norder aufgerufen, zahlreich zu erscheinen. Am 27. Mai ab 8 Uhr werden laut Wolf „ziemlich komplizierte Szenen gedreht, mitten in einer prall gefüllten Menschenmenge“. Da für diese Szene nicht Hunderte Komparsen angeheuert werden, seien alle Interessierten aufgerufen, Teil der Szenerie zu werden. Der Drehtag wird allerdings lang. Bis 18 oder 19 Uhr wird das Team beim Drachenfest sein.

Am Montag drehte die Crew am Gästehaus Burg Berum. Diese fungiert im neuen Film als psychiatrische Klinik, in die Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen (Picco von Groote) gegen ihren Willen eingewiesen wird, weil sie aus dem Verkehr gezogen werden soll. In „Ostfriesenwut“ geht es um einen Leichenfund in einem Fischernetz und einen Giftanschlag auf eine Zeitungsredaktion.

Bis zu 40 Teammitglieder sind an den Drehtagen vor Ort. Foto: Rebecca Kresse
Bis zu 40 Teammitglieder sind an den Drehtagen vor Ort. Foto: Rebecca Kresse

Außerdem wird ganz Ostfriesland bedroht: Das Trinkwasser soll vergiftet werden. Mit von der Partie sind neben Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen auch wieder ihre Kollegen Frank Weller (Christian Erdmann) und Rupert (Barnaby Metschurat). In weiteren Rollen spielen Kai Maertens, Marie Schöneburg, Birge Schade, Stefan Kurt, Jan Henrik Stahlberg, Victoire Laly, Jaela Probst, Paul Wollin, Christian Ahlers, Athena Strates, Andreas Euler, Melanie Adler, Bettina Hoppe, Charlotte Crome und andere. Die Regie für den ZDF-Samstagskrimi übernimmt Christine Repond (Vakuum, 2017, Tatort Schattenkinder, 2021). Das Drehbuch stammt von Christian Limmer. Die Dreharbeiten sollen noch bis zum 17. Juni dauern.

Ähnliche Artikel