Verkehr in Leer Stadtring bleibt gesperrt
Es ist eine der folgenreichsten Sperrungen in Leer. Der Stadtring bleibt bis auf weiteres dicht.
Leer - Nach wie vor ist der Stadtring gesperrt. Doch so wirklich was tut sich nicht. Das liegt an Schäden, die vor zwei Wochen festgestellt wurden. Deshalb hat sich auch die Freigabe verzögert.
Was und warum
Darum geht es: Die Sperrung des Stadtrings dauert an
Vor allem interessant für: Autofahrer in Leer
Deshalb berichten wir: Wir wollten wissen, ob bekannt ist, wie schwer die Schäden sind Den Autoren erreichen Sie unter: m.kierstein@zgo.de
Eigentlich sollte er nur bis Mitte Juni gesperrt werden. Das musste jedoch bis Ende Juli verlängert werden. Wie ist der Stand?
Sperrung bleibt bestehen
Man will weiterhin herausfinden, wie schwer die Schäden sind. „Wir arbeiten mit Hochdruck und diversen Fachleuten an der Problemlösung. Eventuell. können Ende nächster Woche weitere Aussagen getroffen werden“, so Frank Buchholz von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.
Beim Abfräsen der oberen Betonschichten an den Brücken über die Bahntrasse und die Fabriciusstraße wurden Schäden sichtbar, mit denen man nicht gerechnet hatte. Für die Sanierung der freigelegten Stellen und die Erstellung eines geeigneten Sanierungskonzepts seien weitere ausführliche Untersuchungen erforderlich.
Ursache der Schäden
„Die Sondierung wird noch etwas dauern. Aktuell haben wir noch keinen Überblick über die genauen Schäden“, so Frank Buchholz vor Kurzem. Klar ist: Chloride aus Streusalzen hätten im Laufe der Jahre dem Beton samt Stahleinlagen stark zugesetzt. Die Behörde hatte im vergangenen Jahr an dem Abschnitt bereits gearbeitet.
„Da haben wir gesehen, dass die Abdichtung in den Seitenbereichen nicht so war, wie sie hätte sein sollen“, so Buchholz. Von dem Ausmaß der Schäden war man trotzdem überrascht. Bei den jetzigen Arbeiten seien Stahl- und Betonteile zu Tage getreten, die teilweise schon korrodiert seien. Auch fehle teilweise eine Betonüberdeckung an den Pfeilern, die hätte da sein müssen.
Ausblick
„Wir prüfen da jetzt, wie tief das Salzwasser in den Beton und Stahl vorgedrungen ist und wie stark die Teile angegriffen wurden“, so Buchholz. Erst, wenn bekannt ist, wie groß die Schäden genau sind, kann auch abgeschätzt werden, wie groß der Aufwand sein wird, die Brücken zu sanieren. Aktuell belaufen sich die Baukosten auf rund 2,3 Millionen Euro und werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen.
Nach Auswertung der Ergebnisse sollen die Arbeiten zügig umgesetzt werden. Deshalb müsse der Stadtring nun voraussichtlich bis Ende Juli gesperrt bleiben. Der Verkehr wird über den Zeitraum der Arbeiten über die Bundesstraße 436 (Logaer Hauptstraße), K 62 (Feldstraße), K 2 (Seggeweg, Eisinghausener Straße) und Bundesstraße 70 (Heisfelder Straße) umgeleitet. Radfahrer werden über das Stadtgebiet umgeleitet.