Aktionen für schönes Aurich Bühne frei für eine sehr viel klangvollere Innenstadt
Die Mittel aus dem Förderprogramm Perspektive Innenstadt werden nicht alle so verwendet, wie ursprünglich geplant. Das kommt vor allem dem Marktplatz zugute.
Aurich - Der Pferdemarkt sollte umgestaltet werden, für die Innenstadt wollte man Workoutgeräte anschaffen. Das sind nur zwei von 13 Vorhaben, die Aurich ein paar Glanzlichter aufsetzen könnten. Doch eines muss berücksichtigt werden: Die Zeit sitzt der Stadt bei den Projekten für das Förderprogramm Perspektive Innenstadt im Nacken. Es müsse mit Argusaugen geschaut und geprüft werden, was bis zum Abrechnungszeitraum im März 2023 umgesetzt werden könne, sagte Bürgermeister Horst Feddermann (parteilos) jetzt auf Anfrage. Deshalb habe man einiges verschoben, sprich: Ursprünglich ins Auge gefasste und von der Politik auch beschlossene Vorhaben seien storniert worden, andere habe man jetzt ins Konzept gehoben.
Ein Herzstück des Förderprogramms, nämlich die neue Gestaltung des Pferdemarktes mit anderen Wegen und einer besseren Aufenthaltsqualität, ist gestrichen worden. „Das wäre einfach ein zu großer Planungsaufwand gewesen“, sagte Horst Feddermann. Und damit stehe die zeitige Realisierbarkeit infrage. Das Geld, das dafür ursprünglich eingeplant war, soll jetzt unter anderem in die Belebung des Marktplatzes fließen. Dort möchte die Stadt zwei sogenannte Trailerbühnen anschaffen. Das sind mobile Bühnen, die schnell auf- und wieder abgebaut werden können. Eine solche Anschaffung könnte auch den Straßenmusikern zugute kommen, die häufig in der Fußgängerzone anzutreffen sind und zum Teil von der Stadt engagiert werden. „Wenn es regnet oder die Wetterbedingungen in anderer Weise ungünstig sind, kann man flugs eine Bühne aufbauen“, regte Horst Feddermann an. So sei man flexibler und schneller als mit konventionellen Bühnen.
Es gebe aber Einschränkungen für den Aufbau der Trailerbühnen. Diese könnten nur im Fördergebiet, also der erweiterten Innenstadt aufgebaut werden. Dabei handele es sich um das Areal zwischen Familienzentrum und Pferdemarkt, Karl-Heinrich-Ullrichs-Platz, Stiftsmühle, Großem Sett und Ellernfeld. Es gebe weitere Auflagen: Die Stadt dürfe die Bühnen nur selbst nutzen und auf keinen Fall vermieten.
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