Kampf um Landesliga-Klassenerhalt Dank Menken-Hattrick rückt TuRa 07 auf Nichtabstiegsplatz
Beim 3:2-Sieg in Steinfeld erzielte Pascal Menken alle drei Fehntjer Tore. Benjamin Lünemann verletzte sich, ein Krankenwagen wurde gerufen.
Steinfeld - TuRa 07 Westrhauderfehn scheint genau zum richtigen Zeitpunkt wieder in die Erfolgsspur gefunden zu haben. Nach zuvor fünf Niederlagen am Stück kamen die Schützlinge von Trainer Erhan Colak im direkten Duell um den Klassenerhalt in der Abstiegsrunde der Fußball-Landesliga zu einem 3:2-Erfolg beim SV Falke Steinfeld. Dreifacher Torschütze für die Fehntjer war Pascal Menken. Damit überholte TuRa 07 den Kontrahenten und liegt nun auf dem ersten Nichtabstiegsplatz.
Der Sieg für die Gäste war jedoch teuer erkauft. In der 34. Minute knickte Benjamin Lünemann ohne Einwirkung des Gegners um und riss sich dabei die Achillessehne. Für ihn kam Marne Stührenberg ins Spiel. „Marne hat ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht und fast alle Zweikämpfe gewonnen“, lobte TuRa-Trainer Colak. Mit Marcel Hinz mussten die Gäste einen weiteren Ausfall verkraften. „Das sieht für das Heimspiel am Freitagabend gegen Voxtrup nicht gut aus“, so der Gästetrainer weiter.
Steinfeld nutzte den Schockmoment aus – und ging in Führung
Die Fehntjer waren sofort im Spiel und konnten dabei auch spielerisch überzeugen. Vor allem über die linke Seite gelang es den Gästen, viel Druck zu erzeugen. Die schwere Verletzung von Benjamin Lünemann, der mit einem Krankenwagen in eine Klinik gefahren wurde, schockte jedoch die Gäste. „Es machte sich immer mehr Unsicherheit in unserem Spiel breit“, so Colak. Das nutzte Steinfeld aus. Nach einer Flanke auf den zweiten Pfosten auf Michael Michaelis brachte dieser die Hausherren mit 1:0 in Führung. Er hatte den Ball per Kopf über TuRas Torhüter Enno Bunger hinweg im Netz untergebracht.
Spieldaten
Westrhauderfehn: Bunger; Weber (90. + 6. Decker), Janßen, Hinz (72. Jajan), O. Eucken, Lünemann (34. Stührenberg), M. Eucken, Weßling, Lüpkes, Schütte, Menken (86. Waden).
Tore: 1:0 Michaelis (37.), 1:1/1:2/1:3 Menken (54./58./65.), 2:3 Kosenkow (81.).
In der Halbzeitpause nahm Erhan Colak einige Umstellungen vor. „Wir haben noch einmal alle Kräfte mobilisiert. Nun war es ein anderes Spiel“, sagte der Trainer der Gäste. Nach einer Flanke von der linken Seite durch Sönke Weßling stieg Pascal Menken zum Kopfball hoch. Der Ball landete zunächst an der Querlatte, sprang zurück ins Feld, wo ihn Menken erneut per Kopf zum 1:1-Ausgleich über die Linie drückte. Nur wenige Minuten später war nach einer Hereingabe von Weßling erneut Pascal Menken zur Stelle und markierte die 2:1-Führung. Westrhauderfehn hatte das Spiel nun fest im Griff. Nach Doppelpass von Ole Eucken auf Michael Hinz bediente dieser Pascal Menken, dem mit dem zwischenzeitlichen 3:1 ein lupenreiner Hattrick gelang. Die Angriffsbemühungen der Steinfelder erstickten Marne Stührenberg, Felix Schütte und der umsichtig agierende Ole Eucken schon im Ansatz. Spannung kam allerdings noch einmal in der 81. Minute auf, als sich Felix Schütte und Torhüter Enno Bunger nicht einig waren und Paul Kosenkow per Heber zum 2:3-Anschlusstreffer einnetzte. Steinfeld versuchte es immer wieder mit langen Bällen, doch die TuRa-Abwehr war stets auf dem Posten. „Der Sieg war verdient. Die Jungs haben Moral bewiesen“, freute sich Erhan Colak.