Einsatz in Greetsiel Weiteres Haus wird zur Sicherheit abgerissen
Kürzlich stürzte ein Giebel ein und ein ganzes Haus wurde in Greetsiel abgerissen. Am Freitag folgte ein zweites, von dem auch noch eine Zusatzgefahr ausging.
Greetsiel - Erneuter Alarm in Greetsiel: Nur knapp zwei Wochen, nachdem ein altes Haus sicherheitshalber abgerissen werden musste, folgte diesen Freitag noch ein weiteres. Es handelte sich um das Nachbargebäude, die frühere Teestube „Is Teetied“. Laut Kilian Peters, dem Sprecher der Krummhörner Feuerwehren, war die angrenzende Straße schon am Mittwoch gesperrt worden. Als dann am Freitagmorgen das Gewerbeaufsichtsamt vorbeischaute, stellte man fest, dass das Gebäude „akut einsturzgefährdet“ sei. Sofort sei der Abriss angeordnet worden. Am Nachmittag rollte dann ein Bagger der Firma Friedrich Voß aus Canum an und machte das Haus dem Erdboden gleich.
Was und warum
Darum geht es: um das Schicksal zweier alter Häuser im Zentrum von Greetsiel.
Vor allem interessant für: Passanten, die sich an diesem Freitag über den Feuerwehreinsatz gewundert haben.
Deshalb berichten wir: Der Einsturz des einen Hausgiebels und der Abriss des ganzen Gebäudes hatten bereits kürzlich für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de
Die Aktion sorgte dabei nicht nur für Aufsehen, weil das Gebäude an der Hohen Straße und damit im Zentrum liegt. So musste sie auch noch von der Feuerwehr begleitet werden. Der Grund: In den Mauern wurden Asbestfasern vermutet, die beim Abriss aufwirbeln können. Die Einsatzkräfte spritzten daher mit einem kleinen Strahlrohr Wasser auf den Staub, damit er sich nicht zu stark ausbreitet.
Für Besitzer ist es halb so schlimm
Die Besitzer des Gebäudes, Folkmar und Hainer Hamann, waren am Freitag nicht erreichbar. Als kürzlich das erste Gebäude abgerissen wurde, hieß es von ihnen jedoch auf Nachfrage, dass das Ganze nur halb so schlimm sei. Als der Giebel des ersten Hauses einstürzte, hatte das zwar zu einem 17 Stunden andauernden Einsatz der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) geführt, bei dem das THW von überall her Stützpfeiler herangeschafft hatte, um zumindest noch die Teestube zu retten. Sowohl diese als auch das andere Haus sollten aber ohnehin von Grund auf neugemacht werden, hieß es. So hielt Folkmar Hamann im Gespräch mit unserer Zeitung auch weiterhin an der Grundidee fest: Dort, wo jetzt die Trümmer liegen, soll ein neues Restaurant entstehen.
Ursprünglich wollten die Zwillingsbrüder die beiden jetzt abgerissenen Häuser von innen komplett entkernen und miteinander verbinden. Die Gebäude stehen ihnen zufolge nicht unter Denkmalschutz. Erst im letzten Schritt sollte auch das historische Mauerwerk komplett erneuert werden. Nun wolle man sich beim Wiederaufbau an etwa 100 Jahre alten Fotos von den beiden Häusern orientieren.
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Während bei diesen die Schäden schnell feststanden, war vor zwei Wochen zunächst noch unklar gewesen, ob auch der ebenfalls benachbarte „Seestern“ vom ersten Einsturz betroffen ist. Das Restaurant musste deshalb auch sicherheitshalber einen Tag lang geschlossen bleiben. Am Ende jedoch gab es Entwarnung.