Bremen  Straße wird in Bremen zur Bühne der Artisten

Dirk Hamm
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Von Dirk Hamm
| 04.06.2022 20:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Hier wird ab dem 9. Juni ein buntes Treiben herrschen: Die Wallanlagen in Bremen sind ein Schauplatz des „La Strada“-Festivals. Foto: imago images/Schöning
Hier wird ab dem 9. Juni ein buntes Treiben herrschen: Die Wallanlagen in Bremen sind ein Schauplatz des „La Strada“-Festivals. Foto: imago images/Schöning
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Das 28. „La Strada“-Festival präsentiert vom 9. bis 12. Juni ein umfangreiches Programm in der Bremer Innenstadt und in den Wallanlagen. Am 2. und 3. Juli dient der Vegesacker Hafen als Spielstätte.

„La Strada“, das internationale Festival der Straßenkünste, dessen Name an das filmische Meisterwerk erinnert, das Federico Fellini 1954 mit Anthony Quinn und Giulietta Masina in den Hauptrollen inszeniert hat, meldet sich zurück. Vom 9. (Donnerstag) bis 12. Juni (Sonntag) kommen wieder Straßenkünstler aus der ganzen Welt nach Bremen. Sie präsentieren in der Innenstadt und in den Wallanlagen ein buntes und umfangreiches Programm. Es handelt sich um das mittlerweile 28. Event dieser Art, 15 Gruppen aus elf Ländern kommen für das Festival-Wochenende nach Bremen, um Akrobatik, Musik, Tanz, Clownerie, Mobile Acts, Maskentheater und Installationen zu zeigen.

Besucher können endlich wieder lebendige Atmosphäre erleben. Das Spektakel lockt mit Darbietungen aus allen Genres der Straßenkunst. Akrobatik und Theater, Clownerie und Puppenspiel erzählen Geschichten von ungewöhnlichen Begegnungen, alltäglichen Missgeschicken und fremden Welten. Beim Festival ist für alle etwas dabei, um unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt den Alltag vergessen zu lassen. Wie bei Straßenkünstlern üblich, geht nach der Show der Hut herum.

„Wir sind überglücklich, dass wir in diesem Jahr endlich wieder ein breites und hochwertiges Programm aufstellen können“, freut sich Gabriele Koch, Leiterin von „La Strada“. Ein Festival, auf dem sich Menschen begegneten und Straßenkünstler uneingeschränkt ihre Kunst präsentieren könnten. Aber auch in diesem Jahr sei die Organisation eine Herausforderung mit ständig wechselnden Bedingungen gewesen. „Die Straßenzirkus-Szene in ganz Europa hat sich erst wieder neu finden müssen, und jetzt können es die Künstler kaum erwarten, wieder vor großem Publikum zu spielen“, so Koch.

Die französische Gruppe Mécanique Vivante eröffnete „La Strada“ am Donnerstag, 20.30 Uhr, auf der Promenade am Osterdeich mit einer klanggewaltigen Sinfonie aus Sirenenschall. „Die spektakuläre Performance verknüpft zahlreiche robotergesteuerte Sirenen miteinander und transformiert so die ursprünglich als Warnsignale gedachten Klänge zu einem friedvollen Orchester“, teilt der Veranstalter mit. An den drei darauffolgenden Tagen füllen Künstler aus aller Welt Marktplatz und Wallanlagen mit neuem Leben. Über 90 Aufführungen stehen auf dem Programm. Wie sehr das Festival in der Stadt verwurzelt ist, zeigt wieder die breite Teilnahme durch die Helfer, die hinter der Bühne oder auf dem Festivalgelände hilfreiche Unterstützung aller Art leisten. Der „La Strada“-Förderverein finanziert in diesem Jahr wieder einen Großteil der Auftritte.

Die Gala in der Bremer Shakespeare Company gilt als ideale Ergänzung zum Angebot tagsüber in der Stadt. Aus der Ankündigung: „Der Zauber des Straßenzirkus lässt sich hier in einer einzigartigen Bühnenshow der „La Strada“-Künstler erleben.“ Die Gala befindet sich am 11. und 12. Juni, jeweils ab 20.30 Uhr, im Angebot. Das Programm des Festivals ist auf der Seite lastrada-bremen.de abrufbar.

Der Vegesacker Hafen feiert in diesem Jahr seinen 400. Geburtstag. Aus diesem Anlass bringt „La Strada“ das Straßentheater-Flair in den Bremer Norden. Am 2. und 3. Juli wird der Vegesacker Hafen Spielstätte für Akrobatik, Musik und Performance. Der historische Hafen mit seinem maritimen Charme gilt als ideale Kulisse. Das Programm wird auf der „La Strada“-Website verfügbar sein.

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