Verkehr in Leer Schäden an den Stadtringbrücken – Sperrung bis zum Gallimarkt
Vor einigen Wochen wurden Schäden an den Stadtringbrücken festgestellt, die nicht zu erwarten waren. Die Sanierung wird noch Monate dauern.
Leer - Es ist die wohl folgenreichste Sperrung in Leer: Der Stadtring wird aktuell saniert. Nachdem der erste Abschnitt reibungslos abgearbeitet werden konnte und sogar früher als geplant eröffnet wurde, hakt es nun gewaltig. Vor allem an der vielbefahrenen Spierkreuzung wird das deutlich:
Was und warum
Darum geht es: Die Sperrung des Stadtrings muss deutlich verlängert werden.
Vor allem interessant für: alle, die mit dem Auto in Leer unterwegs sind
Deshalb berichten wir: Wir wollten wissen, wie schwer die Schäden an der Brücke genau sind. Den Autoren erreichen Sie unter: m.kierstein@zgo.de
Sperrung bleibt drei Monate länger
„Wir gehen aktuell davon aus, dass wir, bevor der Gallimarkt startet, fertig sein werden“, sagt Markus Dinkela von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Der Gallimarkt wird am 12. Oktober eröffnet. Die Schäden an den Brücken über die Fabriciusstraße und die Bahnschienen würden bis dahin auch eine teilweise Öffnung nicht zulassen. Heißt: Die Sperrung wird um über drei Monate verlängert. Eigentlich sollte der Stadtring nur bis Mitte Juni gesperrt werden. Doch bei den Arbeiten wurden Schäden gefunden. Chloride aus Streusalzen hätten im Laufe der Jahre dem Beton samt Stahleinlagen stark zugesetzt. Die Behörde hatte im vergangenen Jahr an dem Abschnitt bereits gearbeitet.
„Da haben wir gesehen, dass die Abdichtung in den Seitenbereichen nicht so war, wie sie hätte sein sollen“, so Frank Buchholz, Leiter der Auricher Behörde vor Kurzem. Von dem Ausmaß der Schäden war man trotzdem überrascht. Bei den jetzigen Arbeiten seien Stahl- und Betonteile zu Tage getreten, die teilweise schon korrodiert seien. Auch fehle teilweise eine Betonüberdeckung an den Pfeilern, die hätte da sein müssen. Nun zeigt sich das genaue Ausmaß der Schäden. „Die Straße ist im Abstand von etwa zwei Metern zu den Radwegen bis auf fünf Zentimeter mit Chloriden belastet“, so Dinkela. Das gelte für beide Brücken. „Es gibt Abschnitte, die sind stärker belastet, einige hingegen gar nicht“, so Dinkela. Es hätte sich gezeigt, dass die Abdichtung, die zwischen Asphaltdecke und Betongrund eingebracht werden muss, fehlte. So hatte das Salzwasser leichtes Spiel.
Vorgehen der Behörde
Diese beschädigten Bereiche müssen jetzt entfernt und erneuert werden. Da diese Arbeiten nicht eingeplant waren, kommt es auch zu der langen Verzögerung. „Die Baufirma ist nun beauftragt zu prüfen, wie schnell ein spezieller Roboter zur Verfügung stehen kann“, sagt Markus Dinkela.
Dieser Roboter ist für die Arbeiten wichtig und soll dann dabei helfen, die stark betroffenen Bereiche zu sanieren. „Die Kosten werden sich ebenfalls erhöhen, da diese Arbeiten nicht vorgesehen waren“, sagt Dinkela. Wie viel teurer es wird, konnte er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.
Ausblick
Ursprünglich war mit Baukosten in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro gerechnet worden. Diese werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen. Auch wenn von den Kosten wohl nichts bei Stadt und Landkreis hängen bleibt, bleibt die Sperrung der wichtigen Straße ein Problem. Der Verkehr auf der Hauptstraße, die an der Spier-Kreuzung endet, staut sich teilweise weit. Auch in der Bremer Straße, die jetzt von vielen Autofahrern als Alternativ-Route genutzt wird, ist Geduld gefragt. Hier sind oft Staus bis zur Spier-Kreuzung zu verzeichnen.
Der Verkehr wird offiziell für den Zeitraum der Arbeiten über die Bundesstraße 436 (Logaer Hauptstraße), K 62 (Feldstraße), K 2 (Seggeweg, Eisinghausener Straße) und Bundesstraße 70 (Heisfelder Straße) umgeleitet. Radfahrer werden über das Stadtgebiet umgeleitet.