Arbeiten verschieben sich  Greetsieler Radstellplätze kommen später als gedacht

Michael Hillebrand
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Von Michael Hillebrand
| 08.06.2022 16:37 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Alles voller Fahrräder, wie hier im vergangenen Jahr? Das möchte man künftig in Greetsiel nicht mehr erleben. Foto: Wagenaar/Archiv
Alles voller Fahrräder, wie hier im vergangenen Jahr? Das möchte man künftig in Greetsiel nicht mehr erleben. Foto: Wagenaar/Archiv
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Eigentlich sollte es in Greetsiel ab Mitte des Monats 200 „ordentliche“ Radstellplätze geben. Nun gibt es aber Verzögerungen – und einen neuen Termin.

Greetsiel - Wer in Greetsiel mit dem Fahrrad unterwegs ist und es geschützt und einfach unterstellen will, muss noch etwas warten. Wie die Touristik GmbH Krummhörn-Greetsiel auf Nachfrage mitteilt, konnte noch nicht mit dem Bau der zwei geplanten Abstellanlagen begonnen werden. Ursprünglich hieß es noch, dass diese Mitte dieses Monats fertiggestellt sein sollen. „Leider kommt es momentan zu Lieferverzögerungen bei bestimmten Baumaterialien“, schreibt Wolfgang Lübben, der Leiter der Marketingabteilung der Gesellschaft. Laut ihm sollen die Anlagen aber zur diesjährigen Sommersaison fertig sein.

Was und warum

Darum geht es: Lieferengpässe sorgen für eine Verzögerung beim Bau der neuen Greetsieler Rad-Abstellanlagen.

Vor allem interessant für: Radfahrer in der Krummhörn

Deshalb berichten wir: Es hieß neulich, dass die Anlagen Mitte des Monats fertig sein sollen. Nun haben wir nachgefragt, ob es dabei bleibt.

Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de

Die Touristiker haben zusammen mit der Gemeinde Krummhörn den Bau in Auftrag gegeben. Geplant ist, dass die beiden Anlagen auf dem Parkplatz an der Mühlenstraße (hinter dem WC-Gebäude) sowie zwischen dem Nationalparkhaus und dem Verwaltungsgebäude der Touristik GmbH entstehen. Insgesamt sollen bis zu 200 Räder Platz finden, die vom Regen geschützt sind. Dazu sind Schließfachanlagen für zum Beispiel Taschen und Wertsachen sowie Service-Stationen geplant. Im April hieß es aus dem Rathaus, dass die Gemeinde mit Kosten in Höhe von rund 180.000 Euro rechnet.

Wohnmobile und Besucherlenkung

Dass es überhaupt so weit kommt, hat mit dem großen Besucheransturm auf den Fischerort gerade während der vergangenen zwei Pandemiejahre zu tun. An sonnigen Tagen mangelt es bislang an Abstellplätzen, weshalb die Gemeinde und die Touristik in der Vergangenheit bereits improvisierte Alternativen geschaffen hatten. Auf einer Wiese im Hafenbereich und an der Tourist-Information wurden Zäune aufgestellt, an denen die Besucher ihre Pedelecs und Räder anketten konnten. Damit und mit abschnittsweise geltenden Abstell-Verbotszonen und Kontrollen sollte verhindert werden, dass das ganze Zentrum mit den Drahteseln vollgestellt wird. Immerhin können diese auch Rettungswege blockieren, lautete die Kritik.

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Die Touristik erwartet für diese Saison aber nicht nur wiederkehrende Fahrrad-Anstürme, sondern auch eine hohe Auslastung der Wohnmobilstellplätze. Es kommen nun zwei keine neuen hinzu, aber bestehende „technische Anlagen wie Kartenautomat, Stromanschlüsse, Beleuchtung oder Einrichtung für die Grauwasser-Entsorgung“ wurden überholt und – wo notwendig – erneuert, hieß es kürzlich. Für die Empfangshäuschen wurden indes extra zwei Mitarbeiter eingestellt, „die vor Ort Ansprechpartner für die Wohnmobilsten sind und bei eventuellen Störungen der technischen Einrichtungen entsprechend rasch reagieren können“.

Neu ist in Greetsiel darüber hinaus ein System zur Besucherlenkung, an der der Ort als Projektpartner der touristischen Dachorganisation Nordsee GmbH teilnehmt. Dabei wird mithilfe von Sensoren an bestimmten Orten geschaut, wie voll es wo ist. Falls sich zu viele Menschen an der selben Stelle aufhalten, werden den Besuchern weniger frequentierte Alternativen aufgezeigt. Einsehen kann man die Daten zum einen auf einer Anzeige, die in der Oase aufgebaut ist. Zum anderen kann man sie online abrufen unter der Adresse www.greetsiel.de oder unter app.greetsiel.de – jeweils unter dem Unterpunkt „Parkplätze“.