Geld für Dorfentwicklung  Gemeinde Hinte hofft auf Finanzspritze für ihre Straßen

Michael Hillebrand
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Von Michael Hillebrand
| 10.06.2022 17:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Damit Auto- und Radfahrer problemlos vorankommen, muss regelmäßig viel Geld in die Straßen und Wege gesteckt werden. Symbolfoto: Pixabay
Damit Auto- und Radfahrer problemlos vorankommen, muss regelmäßig viel Geld in die Straßen und Wege gesteckt werden. Symbolfoto: Pixabay
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Bei einem Infoabend in Hinte wurde jetzt klar, dass das Dorfentwicklungsprogramm auch für Straßen genutzt werden könnte. Bald soll die Politik darüber sprechen.

Hinte - Weil die Gemeinde Hinte im vorvergangenen Jahr in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen wurde, könnte es auch spezielle Fördermittel für ihre Straßen geben. Das bestätigte am Mittwochabend Anja Thomsen vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) im Hotel Novum in Hinte. Dort hatten sich rund 50 Besucher versammelt, um sich über die Möglichkeiten des Programms und über die Mitwirkung der Öffentlichkeit daran zu informieren.

Was und warum

Darum geht es: um die Möglichkeit, mithilfe eines weiteren Fördertopfes Straßen in der Gemeinde Hinte zu sanieren

Vor allem interessant für: Verkehrsteilnehmer

Deshalb berichten wir: Das Thema war am Mittwoch bei einer öffentlichen Infoveranstaltung in Hinte aufgekommen.

Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de

Das Dorfentwicklungsprogramm des Landes gebe es schon seit dem Anfang der 1980er Jahren und es sei früher auf einzelne Dörfer beschränkt gewesen, blickten Thomsen und Diedrich Janssen von der Oldenburger NWP Planungsgesellschaft mbH zurück. Auch Westerhusen, Suurhusen und Hinte-Ort seien schon Teil des Programms gewesen, wobei gerade Westerhusen in Sachen Straßensanierungen profitiert habe.

Hochbau hat Vorrang

Heute decke das Dorfentwicklungsprogramm zwar größere Gebiete wie ganze Gemeinden oder Städte ab. Außerdem werde bei der Genehmigung von Teilprojekten „auf Infrastruktur im Hochbau mehr Wert“ gelegt und es gebe dafür mehr Punkte, erklärte Thomsen. Fördermöglichkeiten für Straßen gebe es aber grundsätzlich auch weiterhin und wenn man sich ansehe, wie viel Geld zuletzt für die Entwicklungsprogramme zur Verfügung standen, sähen die Chancen eher gut aus. Allerdings: Berücksichtigt werden könnten nur die innerorts gelegenen Gemeindestraßen, hieß es. Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos) zeigte sich überrascht, sagte auf Nachfrage unserer Zeitung nach der Veranstaltung aber, dass er keine bestimmten Straßen im Blick habe. Auch wenn einige von ihnen zuletzt bereits saniert worden sind, gebe es aber weiter Handlungsbedarf. „Die Prioritätenliste muss aktualisiert werden“, kündigte er an. „Eventuell wird sie bei der nächsten Sitzung des Fachausschusses vorgelegt.“ Immerhin muss am Ende die Politik, beziehungsweise der Rat, über Ausgaben entscheiden und bei jedem Förderprogramm muss der Antragsteller einen Eigenanteil zahlen.

Um von vornherein zu wissen, welche eigenen Projekte sich die Gemeinde überhaupt leisten kann, griff Redenius am Mittwoch die Frage eines Zuschauers auf. Der Bürgermeister schlug daran anknüpfend vor, dass sich die Politik auf eine Gesamtsumme einigen soll, die die Gemeinde höchstens an Eigenmitteln für alle Dorfentwicklungs-Projekte ausgeben wird.

Arbeiten an der B210

Als unsere Zeitung Ende März im Hinteraner Rathaus anfragte, welche Gemeindestraßen in diesem Jahr ausgebessert werden soll, hieß es auch da schon, dass die neue Prioritätenliste für die Straßen „in Kürze mit der Politik erarbeitet“ werde.

Nikolai Neumayer, Sprecher des Landkreises Aurich, teilte zum gleichen Zeitpunkt mit, dass im Bereich Krummhörn/Hinte „lediglich mit kleineren Maßnahmen im Zuge der Straßenunterhaltung zu rechnen“ sei, wie beispielsweise kleinflächigen Ausbesserungsarbeiten mit Asphalt oder Markierungsarbeiten. Größere Sanierungen seien auf den Straßen, für die der Landkreis zuständig ist, 2022 nicht vorgesehen.

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Die für Bundes- und Landesstraßen zuständige Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich wiederum wieß unter anderem auf eine anstehende Sanierung der Bundesstraße B210 zwischen Loppersum und Abelitz hin. Die Arbeiten sollen in der zweiten Hälfte dieses Jahres beginnen und bis Ende 2023 andauern.