Demonstration in Oldersum  100 Radfahrer fordern Weg an der Landesstraße

Nikola Nording
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Von Nikola Nording
| 12.06.2022 11:41 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Rund 100 Teilnehmer demonstrieren für Radweg zwischen Oldersum und Simonswolde. Foto: Wolters
Rund 100 Teilnehmer demonstrieren für Radweg zwischen Oldersum und Simonswolde. Foto: Wolters
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In Oldersum ist am Sonntagvormittag ein Fahrradkorso gestartet. Die Teilnehmenden wollen an den bereits beschlossenen Fahrradweg erinnern, der noch immer nicht gebaut ist.

Oldersum/Simonswolde - Rund 100 Menschen haben sich am Sonntagvormittag einem Fahrradkorso auf der Landesstraße 1 zwischen Oldersum (Gemeinde Moormerland) und Simonswolde (Gemeinde Ihlow) angeschlossen. Sie wollten mit ihrer Protestaktion auf den zwar schon beschlossenen, aber immer noch nicht gebauten Fahrradweg entlang der Landesstraße erinnern. Die Demonstranten trafen sich am Bikertreff in Oldersum und fuhren gemeinsam von dort in Richtung Simonswolde. Zuvor hatten Moormerlands Bürgermeister Hendrik Schulz und Oldersums Ortsbürgermeister Jens de Vries, der zu den Organisatoren der Demo gehört, vor den Teilnehmenden gesprochen. De Vries betonte, es sei ein Erinnerungskorso. Das Projekt solle nicht in Vergessenheit geraten.

Derzeit gibt es keinen eigenen Weg für Fahrradfahrer oder gar Fußgänger. Auf Nachfrage dieser Zeitung in der vergangenen Woche, bestätigte Frank Buchholz, Leiter der Landesstraßenbaubehörde in Aurich, dass mit der Planung für den Radweg an der L1 bereits begonnen wurde. Nächster Schritt ist demnach, dass ein Ingenieur-Büro mit der weiteren Ausarbeitung beauftragt wird. Dabei werde es laut Buchholz unter anderem um die Frage gehen, auf welcher Seite der Straße der Radweg gebaut werden soll.

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Fahrradkorso von Oldersum nach Simonswolde
12.06.2022

Das ist offenbar nicht ganz unwichtig. Denn voraussichtlich müssen Landeigentümer dazu Teile ihrer Grundstücke abgeben. „Am Anfang sind meistens fast alle für ein solches Projekt“, beschrieb Buchholz die Erfahrung seiner Behörde. Geht es dann ins Detail, könne es durchaus Widerspruch geben. Das würde dann wohl das Planfeststellungsverfahren in die Länge ziehen, so Buchholz. Dieses Verfahren soll Ende 2024 von der Behörde beantragt werden, es werde mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen. Geht alles gut, dann könnte mit dem Bau des Radweges Ende 2026 begonnen werden, aber wohl nicht vorher, schätzt Buchholz.

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