Abstiegskampf in der Landesliga  TuRa 07 Westrhauderfehn steigt ab: „Das tut jetzt sehr weh“

sören siemens
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Von sören siemens
| 12.06.2022 18:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Spielt mit TuRa nächste Saison in der Bezirksliga: Erhan Colak. Archivfoto: Doden
Spielt mit TuRa nächste Saison in der Bezirksliga: Erhan Colak. Archivfoto: Doden
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Westrhauderfehn ist am letzten Spieltag aus der Landesliga abgestiegen. „Das tut jetzt sehr weh“, sagt Trainer Erhan Colak. Ende Juni startet ein Neuanfang. Mit mindestens acht Neuzugängen.

Rhauderfehn - Was sich die vergangenen Wochen angedeutet hatte, ist nun offiziell: TuRa 07 Westrhauderfehn ist aus der Fußball-Landesliga abgestiegen. „Das tut jetzt sehr weh“, sagte Trainer Erhan Colak einige Minuten nach der 0:4-Niederlage beim SV Bad Rothenfelde. „Als Sportler hofft man immer bis zuletzt. Wir haben in der Abstiegsrunde wenig gepunktet. Schlussendlich haben wir es dann auch nicht verdient, die Klasse zu halten, auch wenn der Abstieg unnötig war.“

Am 20. März stand TuRa zur Halbzeit noch fast in der Aufstiegsrunde und ganz dicht vor dem vorzeitigen Klassenerhalt. Klar überlegen, führte man gegen BW Papenburg im letzten Spiel der Qualifikationsrunde zur Halbzeit 1:0, verlor aber noch 1:2 und rutschte in die Abstiegsrunde. Auch Verletzungs- und Corona-Pech sorgten für eine bittere Runde mit nun nur acht von 36 möglichen Punkten. „Das war leider zu wenig“, so Colak. Für das „Wunder“ am letzten Spieltag hätte Westrhauderfehn in Bad Rothenfelde gewinnen müssen und Falke Steinfeld gegen Sparta Werlte verlieren müssen. Steinfeld siegte nach einer famosen zweiten Halbzeit 7:2. Doch die Fehntjer hatten auch keinen Grund, in den Landkreis Vechta zu blicken.

0:4 nach 24 Minuten

Denn ihr eigenen „Hausaufgaben“ konnten die TuRaner nicht erledigen. Nach drei Minuten besorgte Vincente Stumpe schon das 1:0. Die Rest-Hoffnung auf null gesunken war dann nach 24 Minuten, nachdem der Gastgeber zuvor binnen sechs Minuten drei Treffer zum 4:0 erzielt hatte. „Wir haben in der ersten Halbzeit einen rabenschwarzen Tag erwischt“, sagte Erhan Colak. Auch Steinfeld führte zur Pause 2:0. Der Abstieg war besiegelt.

Immerhin verabschiedete sich TuRa dann nicht mit einem Debakel aus der Landesliga. Die Mannschaft steigerte sich nach dem Wechsel erheblich, hatte durch Pascal Menken und Frank Waden auch Chancen für das „Abschiedstor.“

Spieldaten

Westrhauderfehn: Gossmann; Weber, Janßen, O. Eucken, M. Eucken (59. Douwes), Weßling (74. Jajan), Buscher (67. Stührenberg), Malchus (76. Decker), Waden, Möhlmann, Menken.

Tore: 1:0 Stumpe (3.), 2:0 Witte (19.), 3:0 Kötter (21.), 4:0 Witte (24.).

Nach dem Abstieg steht in Westrhauderfehn nun ein großer Umbruch bevor. Einige Stammspieler werden den Verein verlassen. Im Gegenzug präsentierte der Klub wenige Stunden vor dem Spiel mit Zolfaqhar Nazari von BW Papenburg seinen schon acht Neuzugang, weitere werden folgen. „Wir müssen jetzt alle bis Ende Juni etwas Abstand gewinnen, bevor wir einen Neuanfang starten. Auf diesen freuen ich mich mit den Jungs“, so Colak.

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