Panne beim Breitbandausbau Bauarbeiter demolieren Glasfaserkabel in Südbrookmerland

 | 16.06.2022 17:13 Uhr  | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Telefone sind aktuell still bei der Polizei Südbrookmerland. Der Grund dafür ist eine technische Störung. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Die Telefone sind aktuell still bei der Polizei Südbrookmerland. Der Grund dafür ist eine technische Störung. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
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Eine Glasfasertrasse der EWE ist in Moordorf am Donnerstag bei Breitband-Spülbohrarbeiten einer anderen Firma demoliert worden. Rathaus, Polizei und Hunderte Haushalte waren nicht mehr erreichbar.

Südbrookmerland - Eine Panne bei Spülbohrarbeiten eines Breitband-Ausbauunternehmens direkt gegenüber vom Netto-Markt an der Neuen Straße in Moordorf hat am Donnerstag in Teilen Südbrookmerlands dazu geführt, dass das Telekommunikationsnetz zusammengebrochen ist. Auch die Polizeistation in Victorbur war dadurch nicht mehr telefonisch erreichbar. Auch das Rathaus war durch die Störung von der Kommunikation abgeschnitten: Die Gemeinde Südbrookmerland teilte über Facebook mit, das Rathaus sei aktuell per Telefon noch per E-Mail nicht mehr erreichbar. Laut Polizei können aktuell auch keine Anzeigen vor Ort erstellt werden.

Bis zur Behebung der Störung aber können Bürgerinnen und Bürger Sachverhalte jederzeit über die Online-Wache melden (https://www.onlinewache.polizei.niedersachsen) oder andere Dienststellen persönlich aufsuchen.

Dreistellige Anzahl von EWE- Kunden betroffen

Für eine telefonische Kontaktaufnahme sind rund um die Uhr die Dienststellen in Aurich (04941 6060), Norden (04931 9210) und Wittmund (04462 9110) erreichbar. In akuten Notlagen ist weiterhin der Notruf unter 110 erreichbar.

Wie der zuständige Sprecher der EWE, Mathias Radowski, auf Nachfrage erklärte, ist insgesamt eine dreistellige Anzahl von Kunden betroffen. Eine andere Baufirma habe bei den Spülbohrungen die Glasfasertrasse des Unternehmens beschädigt. Nach Informationen unserer Redaktion handelte es sich dabei um Bauarbeiter aus Südosteuropa, die als Teil des vom Landkreis Aurich beauftragten, geförderten Breitbandausbaus Vorarbeiten fürs Verlegen von Kabeln erledigt haben – und keinerlei Pläne dabei hatten, sprich: auf gut Glück gebaggert hatten. Radowski nahm zu diesen Infos keine Stellung, sagte aber: „Die haben das Kabel einmal richtig aufgewickelt und durchgerissen.“

Schadenstelle liegt mitten unter einer Straße

Die EWE habe sofort reagiert. „Leider ist das Kabel direkt unter der Straße beschädigt worden. Wir mussten daher jetzt erstmal die Straße an der Schadstelle aufreißen, uns dann auf fast drei Meter Tiefe runterbuddeln. Im Weiteren müssen wir neu bohren, die Kabeltrasse neu legen, neu spleißen und verbinden.“ Man arbeite „mit Hochdruck an der Behebung dieser von Anderen herbeigeführten Störung“ und bedaure die Unannehmlichkeiten – auch wenn man selbst dafür nichts könne.

Wie rasch es gelinge, alle Haushalte wieder anzuschließen und das neue Kabel zu verlegen und anzuschließen, könne er noch nicht abschließend sagen. „Wir hoffen, noch am selben Tag möglichst viele wieder anschließen zu können, es kann aber auch sein, dass sich die Arbeiten ein wenig länger hinziehen werden“, sagte er.