Zu Gefängnis verurteilt Emder Feuerschiff-Saboteur legt Berufung ein
Vor knapp zwei Wochen wurde ein Emder vor dem Amtsgericht verurteilt. Er hatte das Museums-Feuerschiff versenken wollen und einen hohen Schaden angerichtet. Die Strafe will er aber nicht akzeptieren.
Emden - Der Prozess um die Sabotage beim Emder Feuerschiff „Amrumbank/Deutsche Bucht“ könnte in die zweite Runde gehen. Am Montag bestätigte Amtsgerichts-Direktor Günther Bergholz auf Nachfrage, dass der Verteidiger des 46-jährigen Verurteilten Berufung gegen das Urteil von vor zwei Wochen eingelegt hat. Eine Begründung, warum das Urteil angezweifelt werde, müsse nicht abgegeben werden, erklärte Bergholz. Die Berufung könnte abgewiesen oder der Fall neu in zweiter Instanz verhandelt werden. Das wäre dann vor dem Auricher Landgericht.
In der Gerichtsverhandlung in Emden sahen es Richter und Staatsanwältin als bewiesen an, dass der 46-Jährige vor fast genau einem Jahr in der Nacht in das Feuerschiff, das im Emder Delft liegt, eingebrochen war und vier Löcher im Maschinenraum durch die Stahlwand gebohrt hatte. Auf dem Schiff war DNA entdeckt worden, die mit der des Mannes übereinstimmte. Auch drei Zeugen - Bekannte des Mannes - hatten gegen ihn ausgesagt. Ein Schaden von mehr als 120.000 Euro entstand durch eintretendes Wasser. Ein Vereinsmitglied hatte am nächsten Morgen den Schaden entdeckt und schnell genug handeln können, um noch Schlimmeres zu vermeiden.
Der Emder habe das Schiff versenken wollen - um eine Botschaft zu senden auch wegen der Corona-Politik. Obwohl der Mann sich in teilweise verwirrenden Erklärungen verfangen hat, ließ das Gericht es nicht gelten, dass der Verteidiger auf Schuldminderung aufgrund einer psychotischen, wahnhaften Störung plädierte. Zu einem Jahr und sieben Monaten Freiheitsstrafe ohne Bewährung wurde der Mann verurteilt. Er war zuvor schon zwölf Mal verurteilt worden - häufig mit Bewährung, die er laut Richter nie durchgehalten habe.
Emder Feuerschiff-Saboteur ist verurteilt
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