Leerstand in Emden Eigentümer von leerstehenden Geschäften werden direkt angesprochen
Emden kämpft gegen den Leerstand in der Innenstadt. Die neue Citymanagerin geht gezielt auf die Eigentümer der leeren Geschäfte zu. Einige würden gar nicht aktiv nach Mietern suchen.
Emden - In der Emder Innenstadt stehen zahlreiche Geschäfte leer. Während sich in der einst mit Sorge betrachteten Fußgängerzone in der Brückstraße eine positive Entwicklung zeigt und kleine inhabergeführte Geschäfte glänzen, hat insbesondere die Einkaufsstraße Zwischen Beiden Sielen mit Leerstand zu kämpfen. Julia Lüder, die neue Innenstadt-Koordinatorin, geht das ganze jetzt strukturiert an.
Die Daten der Geschäfte und Leerstände würden „stetig aktualisiert“, sagte Martje Merten, Leiterin des Stadtmarketings, im Tourismus-Ausschuss des Emder Rates. Sie hatte Julia Lüder dort vertreten, weil diese in Quarantäne war. Die Eigentümer von leerstehenden Geschäftsräumen würden direkt angesprochen und über Zwischennutzungen gesprochen. So soll sich die Ausstellung des Bunkermuseums, das aus Brandschutzgründen nicht öffnen darf, in einem solchen Geschäft präsentieren können, so Merten. Auch könne das Thema Kurzmiete weiter vorangebracht werden. Im vergangenen Winter hatte es zwei sogenannte Pop-up-Stores gegeben, also Geschäfte, die nur kurzzeitig mit einem Angebot geöffnet hatten, um die Nachfrage zu testen.
Mobile Möbel bislang nicht Opfer von Vandale
„Nicht jeder Eigentümer sucht aktiv nach einem Mieter“, sagte die Stadtmarketing-Chefin. Durch die direkte Ansprache könnten sich Möglichkeiten für Ansiedlungen ergeben, so die Hoffnung. Große Banner in der Straße Zwischen Beiden Sielen weisen nun auf die Sanierungsarbeiten dort hin und zeigen auf, welche Geschäfte dennoch zu erreichen sind. Das Thema Stadtgutschein werde auch noch weiterentwickelt und die Gastronomie mehr eingebunden.
Mit dem Kultursommer soll die Innenstadt mehr belebt werden. Das Programm findet man hier. Die mobilen Möbel in der Neutorstraße und am Delft würden schon sehr gut angenommen, sagt sie. Insbesondere die Gastronomie habe dadurch einen starken Nutzen. Und: Bislang sei kein Vandalismus bemerkt worden. „Das ist ein guter Start.“ Für das kommende Jahr sei angepeilt, alle Projekte für das Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ abgeschlossen zu haben, so Merten. Hier gehts zu den zehn Punkten des Programms.