Öffentlich oder nichtöffentlich?  Politiker müssen umdenken

Katja Mielcarek
|
Ein Kommentar von Katja Mielcarek
| 30.06.2022 16:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Nichtöffentliche Sitzungen sollen die Ausnahme sein. Foto: Ortgies/Archiv
Nichtöffentliche Sitzungen sollen die Ausnahme sein. Foto: Ortgies/Archiv
Artikel teilen:

Politiker verlegen unangenehme Themen gerne in den nichtöffentlichen Teil von Sitzungen. Das ist verboten – und schädlich.

Ja klar diskutiert es sich leichter, wenn man keinen Shitstorm zu befürchten hat. Wenn man auch unpopuläre Meinungen vertreten kann, ohne zum Buhmann zu werden. Wenn man sich erst mal in kleiner Runde äußern kann. Aber so funktioniert Demokratie nicht. Die lebt davon, dass Volksvertreter im Namen ihrer Wähler deren Interessen Gehör verschaffen. Nur, wenn der Wähler hört, was der Volksvertreter spricht, kann er entscheiden, ob er ihn beim nächsten Mal wählen will. Nur wenn der Bürger die Argumente hört, warum sich die Politik für eine Lösung entschieden hat, kann er Interesse und Verständnis entwickeln. Es wäre wichtig, dass es in Leer nicht bei der einen Wiederholung eines zu Unrecht nichtöffentlich gefassten Beschlusses bleibt, sondern ein echtes Umdenken eingesetzt hat.

Die Autorin erreichen Sie unter k.mielcarek@zgo.de

Ähnliche Artikel