Entscheidung wird erwartet DRK Hinte könnte bald eine neue Unterkunft bekommen
Seit Monaten fehlt dem DRK Hinte eine Bleibe, Fahrzeuge und Material werden privat untergebracht. Nun zeichnet sich eine Lösung für das Problem ab.
Hinte - Aufatmen beim Deutschen Roten Kreuzes (DRK): Läuft alles nach Plan, dann hat der Ortsverein Hinte ab Oktober wieder ein eigenes Domizil. Schon seit drei Monaten sitzt der Verein auf der Straße. Material und Fahrzeuge müssen bei den Vereinsmitgliedern untergestellt werden, sagt der Vorsitzende Arne Wirth gegenüber unserer Zeitung. Er und viele weitere Rotkreuzler waren kürzlich zur jüngsten Sitzung des Gemeinderats gekommen, um sich während der Einwoherfragestunde bei der Verwaltung zu erkundigen.
Was und warum
Darum geht es: Für das DRK Hinte wurde jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine womöglich dauerhafte Unterkunft gefunden.
Vor allem interessant für: Menschen, die von einer schnellen Hilfe des DRK abhängig sind
Deshalb berichten wir: Am Rande der Ratssitzung wurde das Thema jetzt angesprochen. Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de
Wie es jetzt aussieht, könnte das DRK in die frühere Kita „Ulen Nüst“ in Groß Midlum einziehen. Vor einigen Monaten sind die bislang dort betreuten Kinder nämlich in eine nagelneue Einrichtung in Westerhusen umgezogen. Zwar müssten noch der Kirchen- und im September der Gemeinderat abschließend zustimmen, erklärte Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos). Eigentlich seien aber schon jetzt alle für diese Lösung, zeigt sich der Rathauschef auf Nachfrage zuversichtlich. Und diese Lösung soll eine möglichst langfristige sein, so die Hoffnung.
Bei Notfällen ist es derzeit kompliziert
Darauf hofft auch das DRK, für das derzeit alles umständlicher sei, macht Wirth deutlich. Weil sich nicht das gesamte Equipment an einem Ort befinde, sei es schwer, bei Notfällen schnell einsatzfähig zu bleiben. Immerhin müssen gleichzeitig bis zu 40 Aktive koordiniert werden. Insgesamt zähle der Ortsverein rund 150 Mitglieder, so der Vorsitzende.
Bis Ende März war das DRK in einem Einfamilienhaus gegenüber der Sparkasse untergebracht. Hierhin waren die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mit ihrem Material gezogen, nachdem der vorherige Standort, das ehemalige Hausmeisterhaus an der IGS Hinte, abgerissen worden war. Allerdings musste auch dieses Einfamilienhaus weichen, weil es für die Neugestaltung des Hinter Kirchganges abgerissen wurde.
Für Ukrainer soll anderweitig gesucht werden
Zwar kann sich nun das DRK freuen. Was aber ist mit anderen Gruppen, die die Räume der alten Kita ebenfalls gebrauchen könnten? Zum Beispiel Flüchtlinge? Redenius betont dazu auf Nachfrage, dass das DRK dort Vorrang vor anderen Nutzern habe. Zwar habe der Landkreis Aurich verlautbaren lassen, dass er für die Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine noch nach freien Immobilien suche und weitere Geflüchtete kommen sollen. Man sei aber zuversichtlich, diese trotzdem unterbringen zu können.
Zwar verfüge die Gemeinde über keine eigenen freien Immobilien mehr. Notfalls starte man aber einen erneuten Appell an Privatleute, wie beispielsweise zuletzt im März während des Ratsausschusses für Innere Dienste. Derzeit lebten immerhin schon etwa 40 Ukrainer in der Gemeinde, die man alle privat habe unterbringen können.