Gottesdienst in Leer Stadtpastor wird in sein Amt eingeführt
Ralph Knöfler wird am 8. Juli mit einem Stationsgottesdienst offiziell begrüßt. Dabei geht es an verschiedenen Stationen durch die Stadt.
Leer - Menschen miteinander in Kontakt zu bringen ist ein Ziel, das sich Ralph Knöfler für seinen Dienst als Stadtpastor in Leer gesetzt hat. Seit einem guten halben Jahr ist er in der Ledastadt. Am 8. Juli wird Superintendentin Christa Olearius ihn im Rahmen eines Stationsgottesdienstes offiziell in sein Amt einführen, teilt der ev.-luth. Kirchenkreis Emden-Leer mit.
Gemeinsam auf dem Weg zu sein, ist Ralph Knöfler laut Mitteilung wichtig. Deshalb hoffe er auch, dass viele Menschen am 8. Juli mit ihm unterwegs sein werden. Um 16 Uhr soll im Bereich Nesse/Dr.-vom-Bruch-Brücke die erste Station sein. Etwa eine Viertelstunde später wird an der Treppe des alten Rathauses Halt gemacht, wo auch Bürgermeister Claus-Peter Horst einige Worte sprechen möchte. Gegen 16.45 Uhr findet in der Lutherkirche die feierliche Einsegnung Knöflers statt.
Viele Erfahrungen gesammelt
Keine offizielle Station, aber einen besonderen Punkt des Umzuges bilde für den Stadtpastor die Kreuzung bei der katholischen Kirche St. Michael, von der aus auch die reformierte Große Kirche und die Lutherkirche zu sehen sind. Diesen Blick verbinde Knöfler mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Leer und mit der ihm wichtigen ökumenischen Zusammenarbeit. Bevor Ralph Knöfler nach Leer kam, war er als Pfarrer der Evangelischen Kirche von Westfalen in Gemeinden in Rheine und Münster, als kreiskirchlicher Pfarrer an einer großen Berufsschule in Münster und als Schulpfarrer an verschiedenen Schulen einer großen Diakonischen Stiftung in Brandenburg im Berliner Umland freigestellt.
Erfahrungen hat der 63-Jährige in vielen Bereichen gesammelt: Gemeindepfarramt und Funktionspfarramt, Kirche und Diakonie, Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Behinderten und alten Menschen, Bildung und Religionspädagogik, Seelsorge, Beratung und Spiritualität, kreative Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen, Projekte und Stadt(teil)arbeit gehörten laut Mitteilung dazu. Mit der Einrichtung der Stelle eines Stadtpastors oder einer Stadtpastorin habe die Lutherkirchengemeinde neue Wege beschreiten wollen.
Gemeinden schlossen sich zusammen
Als Kooperationspartner standen ihr die Nachbargemeinden Friedenskirche Loga, Petruskirche Loga, Pauluskirche Heisfelde, Christuskirche Leer und Matthäikirche Bingum zur Seite. Den Grundstein habe der Luther-Kirchenvorstand (KV) gelegt. Als Pastorin Brigitte Pahlke die Gemeinde verlassen hatte, sei klar gewesen, dass deren halbe Stelle kaum neu zu besetzen sei. Deshalb sollte daraus eine zweite volle Pfarrstelle neben der von Pastor Christoph Herbold werden.
Der Kreis „Freundinnen und Freunde der Lutherkirche Leer“ entstand. Menschen unterstützen diesen, indem sie sich verpflichten, für den Projektzeitraum von fünf Jahren monatlich eine feste Summe zu zahlen. Außerdem sagte der Kirchenkreis 34.000 Euro für das Gesamtprojekt aus dem Mitarbeiterfonds zu. Vom landeskirchlichen Fonds Missionarische Chancen (FMC) wird die Stelle zudem anteilig mit Sach- und Personalkosten in Höhe von 116.750 Euro gefördert.
Besondere Angebote geplant
„Niemandem wird etwas weggenommen, Neues entsteht“, wird Pastor Christoph Herbold in der Mitteilung zitiert. Die Arbeit in den fünf beteiligten Gemeinden werde ergänzt, es entstehe keine Konkurrenz. Der Stadtpastor gehöre dem KV der Lutherkirche, dem Konvent und der Kirchenkreiskonferenz Emden-Leer mit allen Rechten und Pflichten an, hieß es. Neu an dieser Stelle sei, systematisch die „blinden Flecken“ und die ganze Stadt in den Blick zu nehmen.
An Einheimische, aber auch an Gäste von außerhalb hat Ralph Knöfler beispielsweise mit dem Angebot eines Sommerprogramms gedacht. Unter dem Motto „Himmelwärts“ soll es im Juli und August besondere Angebote geben. Sie reichen von Stadtpilgertouren über Gesprächsrunden bei Tee und Krintstuut bis hin zu einer Filmvorführung mit Live-Orgelmusik.