„Ein Herz für Ostfriesland“ Ostrhauderfehner Schüler spenden mehr als 3300 Euro

Von Marion Janßen
 | 12.07.2022 22:44 Uhr  | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die Schüler der Klasse R6a nahmen stellvertretend für die rund 300 Schüler, die beim Spendenlauf dabei waren, die Dankesurkunde von EHFO-Beiratsmitglied Mareike Rohde (vorne) entgegen. Schulleiter Ludger Mählmann (hinten, Mitte) und die Lehrkräfte Helga Meyer (hinten, von rechts) und Pia Schülke freuten sich mit den Jugendlichen. Foto: Ortgies
Die Schüler der Klasse R6a nahmen stellvertretend für die rund 300 Schüler, die beim Spendenlauf dabei waren, die Dankesurkunde von EHFO-Beiratsmitglied Mareike Rohde (vorne) entgegen. Schulleiter Ludger Mählmann (hinten, Mitte) und die Lehrkräfte Helga Meyer (hinten, von rechts) und Pia Schülke freuten sich mit den Jugendlichen. Foto: Ortgies
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Die Schule am Osterfehn wollte für einen guten Zweck aktiv werden. Für die Ukraine-Hilfe sind die Kinder und Jugendlichen viele Kilometer gelaufen.

Ostrhauderfehn - Frisch gerahmt zeugt die blau-gelb gestaltete Urkunde von Einsatz und Hilfsbereitschaft: 3303,48 Euro haben die Kinder und Jugendlichen der Schule am Osterfehn an „Ein Herz für Ostfriesland“ (EHFO) gespendet. Das ist das Hilfswerk der Zeitungsgruppe Ostfriesland. Zusammengekommen ist das Geld bei einem Sponsorenlauf. Mareike Rohde vom EHFO-Beirat überreichte dafür an diesem Dienstag die Urkunde.

Der Angriff auf die Ukraine und das Schicksal der Ukrainer beschäftige die Schüler schon seit Beginn des Krieges im Februar stark, erklärt Schulleiter Ludger Mählmann. „Die Schüler haben im Frühjahr schon Lebensmittel und Kleidung gesammelt und an Stefanie Wellens übergeben.“ Sie ist Leiterin des Auslandsdienstes beim Sozial-Ehrenamtlichen Verein Ostfriesland/Emsland, der Spenden für die Ukraine nach Polen lieferte. Wellens habe in der Schule erzählt, wie es vor Ort aussehe. Das habe die Schüler berührt, so Mählmann. Auch einen Friedensmarsch habe es schon gegeben.

Laufstrecke am Vortag gesperrt

„Die Schüler wollten aber noch mehr tun. Schließlich haben sich sich überlegt, einen Spendenlauf zu absolvieren“, erzählen die Lehrkräfte Helga Meyer und Pia Schülke. Der Lauf sollte eigentlich am Idasee stattfinden. Doch dort machten sich die Eichenprozessionsspinner breit. Die Strecke wurde einen Tag vor der Veranstaltung gesperrt. Die Genehmigung, den Lauf an der Schifferstraße abzuhalten, kam erst am Morgen des Laufs. Aber: „Zur Not wären wir auch auf dem Schulhof im Kreis gelaufen“, so Helga Meyer, denn: Alle waren hochmotiviert. Rund 300 Schüler aller Jahrgänge beteiligten sich. Dank gehe an Guido Meyer von der Gemeinde Ostrhauderfehn, sagt Ludger Mählmann. Er habe geholfen, die Genehmigung zu erhalten.

Für den Lauf suchten sich die Kinder und Jugendlichen in der Verwandtschaft und Nachbarschaft Sponsoren, die pro Runde einen Betrag bereitstellten. „Die einzelne Runde war etwas über einen Kilometer lang. Und viele Schüler haben sich richtig ins Zeug gelegt“, freut sich Pia Schülke.

Helga Meyer, Ludger Mählmann, Mareike Rohde und Pia Schülke mit den Schülern der Klasse R6a, die die meisten Runden gelaufen sind (von links): Zoe Albers, Aaron Pleis, Jannik Düring, Oliver Klat und Marlon Kröger. Foto: Ortgies
Helga Meyer, Ludger Mählmann, Mareike Rohde und Pia Schülke mit den Schülern der Klasse R6a, die die meisten Runden gelaufen sind (von links): Zoe Albers, Aaron Pleis, Jannik Düring, Oliver Klat und Marlon Kröger. Foto: Ortgies

Lob für die große Transparenz

Den daraus resultierenden üppigen Erlös, so habe es die Schülervertretung beschlossen, kam nun zur Hälfte der EHFO zu Gute. Die andere Hälfte über 3000 Euro wird für die Schulhofgestaltung bereitgestellt.

Für die Ukraine-Aktion von „Ein Herz für Ostfriesland“ habe die große Transparenz gesprochen, die allen sehr gefallen habe, erklärt Mählmann. „Hier erfährt man wirklich, wo das Geld bleibt. Und es werden Einrichtungen berücksichtigt, die man hier kennt. Es ist wohltuend, sehen zu können, wo das Geld hingeht.“ Ihm, den Kollegen wie den Schülern tue es auch gut, mit ihrem Engagement helfen zu können: „Angesichts der Gräuel in der Ukraine fühlt man sich manchmal sehr hilflos. Auf diese Weise etwas machen zu können, durchbricht dieses Gefühl.“

Schon mehr als 425.000 Euro

Dem stimmte Mareike Rohde ausdrücklich zu: „Deshalb bin ich auch froh, Mitglied von Ein Herz für Ostfriesland zu sein: Ich habe das Gefühl, etwas zu tun, das hilft.“

Mittlerweile seien mehr als 425.000 Euro für die Ukraine-Hilfe der EHFO gespendet worden. Viele Einrichtungen und Vereine seien unterstützt worden, darunter die Ostrhauderfehner Peer-Leader International (PLI), der Flüchtlingsstützpunkt in Ostrhauderfehn, der Sozial Ehrenamtliche Verein Ostfriesland/Emsland und das Diakonische Werk des Kirchenkreises Rhauderfehn.

Mitspenden - mithelfen

Wer helfen möchte, kann das mit einer Überweisung an die IBAN DE94 2856 2297 0414 5372 02 (Raiffeisen-Volksbank, Aurich) tun. Bitte geben Sie das Stichwort „Ukraine“ an. Wer nicht möchte, dass sein Name veröffentlicht wird, vermerke das bitte.

„Ein Herz für Ostfriesland“ ist das gemeinsame Hilfswerk von General-Anzeiger, Ostfriesen-Zeitung und Ostfriesischen Nachrichten, das derzeit geflüchtete Menschen aus der Ukraine in den Fokus rückt und diese Menschen unterstützt.