Bunde gewinnt Rheiderland-Pokal Finale wegen schwerer Verletzung vorzeitig abgepfiffen
Der TV Bunde wurde seiner Favoritenrollen im Rheiderland gerecht. Das personalgeschwächte Überraschungsteam Wymeer-Boen schockte den TV früh im Endspiel.
Bingum - „Das ging ja wieder gut los“, vermochten die Verantwortlichen des TV Bunde zu Beginn des Finals beim Rheiderland-Pokal gedacht haben. Gleich in der ersten Minute ging der haushohe Favorit am Sonntag gegen den SV Wymeer-Boen in Rückstand. Malte Maas hatte nach einem zu kurzen Rückpass von Thomas Girod für die B-Klassen-Mannschaft gegen den Bezirksliga-Meister getroffen. Doch danach spielte der TV Bunde seine Klasse aus und gewann mit 6:1 – und damit den Titel. „Das Turnier ermöglichte uns gute Einheiten“, ordnet TV-Trainer Ralph Schmidt ein. An den drei Turniertagen seien mehr als 1000 Zuschauer auf die Anlage des BSV Bingum gekommen, teilt BSV-Jugendleiter Bernd Sonnenberg mit.
Überschattet wurde die traditionsreiche Veranstaltung von einer schweren Verletzung eines Spielers von Wymeer-Boen. Dominik Bosma war in den Schlussminuten des Finales im Rasen hängengeblieben. Danach wurde die Partie, die für zweimal 30 Minuten angesetzt war, vorzeitig abgepfiffen. „Bei Dominik müssen wir jetzt erstmal die MRT-Untersuchungen abwarten. Wir rechnen aber mit einer langen Pause“, sagt SC-Coach Manfred Klock. Er hatte Dominik Bosma, der frisch aus der A-Jugend kam und eigentlich in der zweiten Mannschaft spielen soll, nur für das Endspiel nominiert. „Nach dem Halbfinale am Nachmittag musste drei meiner Spieler zur Arbeit“, erklärt Klock. „Dass das Finale dann so endet, ist natürlich sehr bitter.“
Die „Schlafmützen“ des TV Bunde
Mit der gezeigten Leistung seiner Mannschaft, die mit die klassentiefste beim Rheiderland-Pokal war, ist der Manfred Klock sehr zufrieden. Wie der TV Bunde war der SV Wymeer-Boen souverän und ohne Gegentor durch die Vorrunde und das Halbfinale marschiert. Im Finale schenkte der SV Bunde früh ein Tor ein, war dann aber deutlich unterlegen.
Die Bunder Fußballer blicken nun auf erfolgreiche Tage zurück. So hatte der Bezirksliga-Meister am Donnerstag gegen Visquard die nächste Runde des hoch dotierten Ostfriesland-Cups erreicht. Die Partie endete ebenso wie das Finale beim Rheiderland-Pokal mit 6:1. Es wird aber noch kurioser: Auch da lag der TV Bunde mit 0:1 zurück. Jedoch kassierten die Bunder das Tor gegen Visquard „erst“ in der zweiten Minute. Nach den Gegentreffern zeigten sich die „Schlafmützen“ des TV aber torhungrig. So endeten die Spiele mehr als standesgemäß für den Favoriten. Auch wenn es jetzt zweimal trotz Rückstands geklappt hat: Beim Ostfriesland-Cup-Viertelfinale am Freitag in Firrel sollten die Bunder besser von Anfang an hellwach sein.