Fahrraddiebstähle in Rhauderfehn Polizei entdeckt gestohlene Fahrräder
Bei einer Hausdurchsuchung in Rhauderfehn fand die Polizei etliche Fahrräder, die sie für Diebesgut hält. Nun sucht sie nach den rechtmäßigen Eigentümern der Räder.
Rhauderfehn/ Leer - Bei Hausdurchsuchungen, die die Polizei im Juni und Juli durchführte, entdeckten Polizisten auf einem Privatgrundstück in Rhauderfehn mehrere Fahrräder, die offensichtlich aus Diebstählen stammen. Die Leeraner Kripo geht davon aus, dass die Taten in und um Rhauderfehn herum begangen worden sind.
Mit den elf E-Bikes, die im Frühjahr in Rhauderfehn und Ostrhauderfehn gestohlen wurden, haben diese Fahrraddiebstähle allerdings nichts zu tun, wie Frauke Bruhns ausführt, Sprecherin der Inspektion Leer/Emden.
Fall hat mit E-Bike-Diebstählen nichts zu tun
Was die E-Bike-Diebstähle angeht, hat die Polizei Anfang Juli zwei Tatverdächtige aus Papenburg ermittelt, 41 und 46 Jahre alt. Die Ermittlungen in dem umfangreichen Verfahren laufen, die Akten liegen mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft Aurich. Die Polizei ermittelt in dieser Serie wegen gewerbsmäßigen Diebstahls.
Doch der Rhauderfehner, der jetzt wegen Fahrraddiebstahls im Fokus der Kripo steht, ist ein anderer. Ob der Mann polizeilich bereits in Erscheinung getreten ist, dazu möchte sie aktuell nichts sagen, teilt Polizeisprecherin Bruhns auf Nachfrage mit. Auch zu der Frage, ob die Hausdurchsuchung bei ihm wegen des Verdachts auf Fahrraddiebstahl stattfand oder aus einem anderen Grund, und die aufgefundenen Räder dort nur per Zufall entdeckt wurden, äußert Bruhns sich nicht.
Fotos im Internet
Derzeit befindet sich der Verdächtige auf freiem Fuß. Die Polizei muss ihm die Diebstähle erst einmal nachweisen. Das gestaltet sich nicht so einfach. Deshalb setzt die Kripo auf Mithilfe durch die Bevölkerung. Denn bei dem Dutzend Räder, die bei der Hausdurchsuchung sichergestellt wurden, ist weder klar, an welchem Oert, noch, in welchem Zeitraum sie gestohlen worden sind.
Deshalb hat die Polizei auf ihrer Homepage Fotos der einzelnen Fahrräder abgebildet, die im Internet unter dem Link https://bit.ly/3OE7a9C angesehen werden können. Die Polizei hofft, dass möglichst viele Menschen, denen in jüngster Zeit ihr Rad abhanden gekommen ist, die Bilder betrachten und darauf womöglich ihr Eigentum wiedererkennen. Die Polizei teilt die Fotos von dem Diebesgut auch über die Sozialen Medien.
Rahmennummer führen zu Identifizierung
Selbst wenn Bestohlene einen Fahrraddiebstahl bei der Polizei angezeigt haben, kann es sein, dass die Beamten die jetzt aufgefundenen Räder nicht zuordnen können, erläutert Bruhns. Das liege daran, dass bei der Aufnahme der Anzeige die Rahmennummer vielleicht nicht genannt wurde, unter der jedes Fahrrad eindeutig identifizierbar ist. Leute, denen ein Fahrrad gestohlen wurde, und die sich die Rahmennummer notiert haben, können diese jetzt der Polizei durchgeben, damit nachgesehen werden kann, ob sie sich mit einer der nun sichergestellten Räder deckt.
Bei den Rädern handelt es sich um zum Teil sehr hochwertige und auch optisch auffällige Modelle. „Die rechtmäßigen Besitzer müssten ihr Eigentum anhand der Fotos auf jeden Fall wiedererkennen können“, sagt Frauke Bruhns.
Wer Hinweise zu den Eigentumsverhältnissen der sichergestellten Fahrräder geben kann, sollte sich unter der Telefonnummer 04952/9230 bei der Polizeistation Rhauderfehn melden.