Fußball-Bezirkspokal  Kein Traumlos – und doch freut sich Riepe auf GW Firrel

| | 28.07.2022 15:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wie viele seiner Spieler wird auch Riepe-Trainer Alwin Tierok-Heddinga beim Spiel gegen Firrel nicht dabei sein. Foto: Doden/Emden
Wie viele seiner Spieler wird auch Riepe-Trainer Alwin Tierok-Heddinga beim Spiel gegen Firrel nicht dabei sein. Foto: Doden/Emden
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Es ist das Duell „David gegen Goliath“: Der angeschlagene A-Klassist Riepe empfängt den Landesligisten. Drei Ostfriesen-Teams sind kampflos eine Runde weiter.

Riepe - Das kommende Fußball-Wochenende steht in Deutschland ganz im Zeichen des Pokals. So wird die erste Runde des DFB-Pokals ausgetragen. Dabei treffen teils Amateure auf Profis und Nationalspieler. Eine Ebene tiefer, im reinen Amateurfußball in Ostfriesland, stehen am Wochenende ebenfalls zahlreiche Pokalspiele an – auch hier gibt es die Duelle „David gegen Goliath“. Das wohl speziellste steigt an diesem Freitag auf der Anlage des TSV Friesenstolz Riepe. Hier gastiert um 20 Uhr mit GW Firrel der einzig verbliebene ostfriesische Landesligist in der ersten Runde des Bezirkspokals. Für diesen hatte sich der TSV, der seit Jahren in der A-Klasse spielt, mit dem Kreispokalsieg in der abgelaufenen Saison qualifiziert. „Wir freuen uns auf dieses besondere Spiel – keine Frage. Firrel ist nach Kickers die klassenhöchste Mannschaft in Ostfriesland“, sagt Günter Menken.

Zugleich macht der Abteilungsleiter Fußball des TSV aber auch keinen Hehl daraus, dass Firrel nun nicht gerade sein Traumlos sei. Dabei ist es durchaus oft so, dass die großen Außenseiter eines Wettbewerbs – und das ist Riepe im Bezirkspokal als klassentiefste Mannschaft definitiv – sich als Gegner einen hochklassigen Gegner wünschen, und damit quasi ein Highlight-Spiel ohne große sportlichen Aussichten. „Wir hätten lieber ein Derby gegen Aurich oder Moordorf gehabt. Dann kämen nicht nur rund 250 Zuschauer wie hoffentlich gegen Firrel, sondern vermutlich noch mehr und wir hätten auch eine etwas realistischere Siegchance“, erklärt Günter Menken.

Firrel in starker Verfassung

Gegen Firrel wolle sich die TSV-Mannschaft „so gut es geht aus der Affäre ziehen“, so Menken. „Die Partie kommt für uns leider zum ungünstigsten Moment überhaupt. Von unserer eigentlichen Startelf sind nur fünf dabei, insgesamt fehlen sogar zehn Spieler wegen Urlaub, Corona oder Verletzungen.“ Auch Trainer Alwin Tierok-Heddinga wird ortsabwesend sein. Vertreten wird er von seinem Co-Trainer Jan-Hendrik Ubben, der sich wohl auch selbst die Fußballschuhe anziehen wird, und dem verletzten Ben Fuchs. Die Generalprobe am Dienstag gegen Bezirksliga-Absteiger Borssum verlor Riepe mit 1:7.

Dagegen in deutlich besserer Verfassung präsentierte sich GW Firrel zuletzt. Das Team von Bernd Grotlüschen hat eine überragende Vorbereitung nur mit Siegen und dem Triumph beim stark besetzten Saris-Cup in Holtland hingelegt – ist allerdings gewarnt vor dem Spiel in Riepe. Bereits im Vorjahr traf Firrel in der ersten Runde auf den ostfriesischen Kreispokalsieger, die SG Egels-Popens. Die Grün-Weißen gewannen gegen das A-Klassen-Team am Ende zwar mit 4:2, taten sich aber mächtig schwer. Sie lagen zwischenzeitlich mit 0:1 und kurz nach der Pause mit 1:2 zurück, ehe sie die Feldüberlegenheit noch in Tore ummünzten.

Neben Landesligist GW Firrel und A-Klassist TSV Riepe sind am Wochenende auch 13 Bezirksligisten aus Ostfriesland im Bezirkspokal gefordert. Dabei gibt es sechs direkte Duelle – jeweils drei am Samstag und Sonntag. Germania Wiesmoor hat am Sonntag um 15 Uhr mit Frisia Wilhelmshaven einen Landesligisten zu Gast. Bereits im vorgezogenen Bezirkspokalspiel zwischen zwei Aufsteigern setzte sich Ostfrisia Moordorf mit 7:1 gegen Concordia Suurhusen durch. Freilose in der ersten Runde haben die völlig neu formierte SpVg Aurich, Landesliga-Absteiger TuRa Westrhauderfehn und der TuS Esens.

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