Energiesparen  Wiesmoor und Großefehn suchen Wege zum Energiesparen

| | 08.08.2022 11:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Licht bleibt aus. Einige Kommunen sparen bei der Straßenbeleuchtung. Foto: dpa/Rehder
Das Licht bleibt aus. Einige Kommunen sparen bei der Straßenbeleuchtung. Foto: dpa/Rehder
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Landauf, landab denken Kommunen über Energieeinsparungen nach. Auch in Wiesmoor und Großefehn sammeln die Verwaltungen Ideen. Doch das Licht bleibt vorerst an.

Wiesmoor/Großefehn - Angesichts der Ungewissheit bei der künftigen Energieversorgung und der Verteuerung der Energiepreise haben einige Kommunen in Ostfriesland bereits reagiert. Am 27. Juli sind etwa in Südbrookmerland die Lichter ausgegangen – zumindest an den Gemeindestraßen. Bis zum Ende der Sommerferien soll das so bleiben. Der wichtige Zweck der Beleuchtung, den Schulweg zu sichern, entfalle während der Ferien und im Sommer sei es sowieso länger hell, begründet die Verwaltung ihren Schritt. Und auch in Aurich sind die ersten Stecker bereits gezogen. Die Solebecken im Außenbereich des Schwimmbads sind seit dem 1. August außer Betrieb, die Temperaturen in den Becken werden abgesenkt, das Freibad soll zum 31. August geschlossen werden. Alles, um den Gasverbrauch zu senken.

Was und warum

Darum geht es: Es gibt Kommunen in Ostfriesland, da wurden bereits Stecker gezogen, um Energie einzusparen. In Wiesmoor und Großefehn wird noch beraten.

Vor allem interessant für: Kommunalpolitiker und Bürger aus Wiesmoor und Großefehn

Deshalb berichten wir: In Südbrookmerland sind die Lichter ausgegangen.

Den Autor erreichen Sie unter: o.baer@zgo.de

In Wiesmoor und Großefehn gibt es bislang keine solchen Ad-hoc-Maßnahmen. Aber in den Verwaltungen wird bereits geprüft, was machbar und sinnvoll sein könnte. Entscheiden müsse sowieso die Politik, heißt es unisono aus den Rathäusern. Und so wird derzeit an Vorschlägen gearbeitet, die nach den Sommerferien in den Räten diskutiert werden könnten.

Im Rathaus wird nachgedacht

Für die Stadt Wiesmoor verweist Dietmar Schoon darauf, dass sich die Verwaltung bereits seit 2010 intensiv mit dem Thema Energiesparen beschäftige. So habe unter anderem in einem ersten Schritt das Hallenbad bereits ein Blockheizkraftwerk erhalten. Zudem seien in allen Liegenschaften mit hohem Energiebedarf Untersuchungen durchgeführt worden, um falls notwendig schrittweise zu optimieren. Geplant sei weiter, Rathaus und Schulen mit Photovoltaik-Anlagen auszustatten, wobei auch hier erste Schritte noch in diesem Jahr erfolgen sollen. Über weiteres Einsparpotenzial werde gerade im Hause beraten, versicherte Schoon. „Wir sind noch in der Findungsphase. Wichtig ist, dass alles, was wir machen, auch auf Akzeptanz stößt.“ Ziel sei es, für alle Betroffenen tragbare Maßnahmen pünktlich zur Heizperiode 2022/2023 umzusetzen.

Einsparungen gibt es auch bei Schwimmbädern. Die Wassertemperatur wird abgesenkt. Foto: dpa/Stratenschulte
Einsparungen gibt es auch bei Schwimmbädern. Die Wassertemperatur wird abgesenkt. Foto: dpa/Stratenschulte

Das Licht werde in Wiesmoor wohl nicht ausgehen. „Wir haben unsere Straßenbeleuchtung bereits auf LED umgestellt. Das hat seit 2015 zu rund 35 Prozent Einsparung bei den Energiekosten geführt“, berichtet Schoon. Strom sei auch weniger das Problem. Der Preistreiber sei für die Verwaltung eher das Gas.“

Auch die Gemeinde Großefehn verzichtet zurzeit darauf, das Licht auszuknipsen. „Der Aufwand ist größer als der Nutzen“, sagt Günther Siefken, Fachbereichsleiter beim Bauamt der Gemeindeverwaltung. Eine mögliche Beleuchtung werde sowieso erst ab 6.30 Uhr ein- und um 22.30 Uhr ausgeschaltet. In den Sommermonaten bringe ein Abschalten daher nicht viel. Allerdings sei die Verwaltung dabei, eine Liste möglicher Maßnahmen zu erarbeiten, die im Anschluss in den politischen Gremien diskutiert werden soll. Schnellschüsse gebe es daher nicht. „Wir werden in Ruhe Ideen sammeln und dann sehen, was die Politik will.“

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