Osnabrück  Arbeiten bei den Öffentlich-Rechtlichen: So viel verdienen die Chefs der ARD und ZDF

Lucie Wittenberg
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Von Lucie Wittenberg
| 10.08.2022 15:20 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
ARD und ZDF gehören zum öffentlich rechtlichen Rundfunk. Foto: dpa/Peter Kneffel
ARD und ZDF gehören zum öffentlich rechtlichen Rundfunk. Foto: dpa/Peter Kneffel
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Die Gehälter im öffentlich-rechtlichen Rundfunk werden über die GEZ finanziert. Obwohl alle Rundfunkanstalten Tarifverträge haben, unterscheidet sich die Lohnhöhe - besonders bei den Intendanten.

In Deutschland gibt es neun Landesrundfunkanstalten, die sich unter der ARD versammeln: den BR, HR, MDR, NDR, RB, RBB, SR, SWR, WDR. Zusätzlich gibt es Das Erste, ZDF, Arte und die Deutsche Welle. Insgesamt kommen die Öffentlich-Rechtlichen dabei auf gut 23.000 Mitarbeiter. Viele von ihnen arbeiten als Redakteure, einige als Programmleiterinnen oder Intendanten. Sie werden über den Rundfunkbeitrag finanziert.

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Bundesweit gibt es 20 Fernsehprogramme, ein Auslandsprogramm, sowie 73 Hörfunkprogramme, die von den Mitarbeitern bespielt werden. Wie viel Beschäftigte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verdienen, ist von den Tarifverträgen der jeweiligen Bundesländer und ihrer Position abhängig.

Für die Beschäftigten kann das einen nicht unerheblichen Unterschied machen. Beispiel Intendanz: Spitzenverdiener ist WDR-Intendant und ARD-Vorsitzender Tom Buhrow mit 413.000 Euro im Jahr. Am wenigsten verdient der Intendant des Saarländischen Rundfunks, Martin Grasmück, mit 245.000 Euro im Jahr. ZDF-Intendant Thomas Bellut bekam im Jahr 2019 insgesamt 366.000 Euro.

Über das Gehalt der Intendanten entscheiden übrigens die Aufsichtsgremien der Landesrundfunkanstalten. Die Geschäftsleitung legt ihr Gehalt also nicht selbst fest. Intendanten werden, wie Direktoren und Programmbereichsleiter, im Öffentlich-Rechtlichen außerhalb des Tarifs (AT) bezahlt. Diese sogenannten „AT-Verträge“ werden nur befristet geschlossen.

Auch Direktoren der Rundfunkanstalten werden nach AT-Vertrag bezahlt. Beim Bayrischen Rundfunk gibt es beispielsweise fünf Direktoren: Die juristische Direktion, die Programm-Direktion Kultur, die Programm-Direktion Information, die Verwaltungsdirektion und die Produktions- und Technikdirektion. Jeder von ihnen verdient laut ARD 20.805 Euro durchschnittlich im Monat. Am wenigsten bekommen wieder die Direktoren des Saarländischen Rundfunks: Ihnen steht ein durchschnittliches Monatsgehalt von 15.325 Euro zu.

Die folgende Grafik zeigt die Erträge der Rundfunkanstalten im Jahr 2021:

Die Höhe der übrigen Gehälter ergeben sich nicht nur aus den Vergütungstarifen in Verbindung mit den Gehaltstarifverträgen, sondern auch aus der Tätigkeit, dem Verantwortungsbereich und der Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter. Beispielsweise liegen Redakteure in der Vergütungsgruppe 1, wenn sie eine größere Redaktion oder Abteilung leiten und Verantwortung für festes als auch freies Personal übernehmen.

So ergibt sich für das Gehalt der Redakteure im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine große Spanne: 3910 bis 11.122 Euro können sie im Monat verdienen. Darauf folgen Kameramänner, die auf 2867 bis 8636 Euro monatlich bekommen können. Am wenigsten verdienen übrigens die Auszubildenden der Rundfunkanstalten: Programmvolontäre verdienen 1634 bis 2364 Euro, Auszubildende anderer Bereiche sogar nur 850 bis 1316 Euro.

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