0:4 im Bezirkspokal TuRa schlägt sich gegen Landesligist Friesoythe wacker
Fußball-Bezirksligist Westrhauderfehn ist nach frühen und späten Gegentoren aus dem Pokal ausgeschieden. Dennoch sprach Trainer Erhan Colak seinem Team ein Lob aus.
Westrhauderfehn - Schon nach 16 Minuten waren die Hoffnungen auf eine Pokalüberraschung von TuRa Westrhauderfehn mehr oder weniger dahin. Da hatte die Elf von Trainer Erhan Colak bereits mit 0:2 gegen Hansa Friesoythe zurückgelegen. Trotz einer Leistungssteigerung verlor TuRa am Mittwochabend vor rund 150 Zuschauern mit 0:4. Damit ist das ersatzgeschwächt angetretene Westrhauderfehn in der zweiten Runde aus dem Bezirkspokal ausgeschieden. Zehn Akteure aus der 1. Herren fehlten Erhan Colak, der so als Einwechselspieler auf Spieler der U23 zurückgreifen musste.
Spieldaten
Westrhauderfehn: N. Marks; Weber (84. Decker), Jauken, Mansholt, J. Marks (80. Laaken), Nazari, Kurt, Stürenberg (75. Schütte), Möhlmann, Lüpkes, Jajan (72. Schulte).
Tore: 0:1 Boungou (7.), 0:2 Moussa (16.), 0:3 Hoormann (82.), 0:4 Biakala-Zoubakela (83.).
„Grundsätzlich bin ich mit dem Auftritt meiner Mannschaft zufrieden“, sagte Colak nach der Partie. „Anfangs sind wir nicht so gut reingekommen, haben das dann aber gut gemacht und sind hohes Tempo gegangen.“ Nichtsdestotrotz setzte es am Ende eine deutliche Niederlage. „Macht Westrhauderfehn das 1:2, hätte es noch mal eng werden können“, urteilte Friesoythes Coach Hammad El-Arab. „Die Pflichtaufgabe, in die nächste Runde einzuziehen, haben wir gemeistert.“
Hansa hat ein Chancenplus
In der ersten halben Stunde war an der Werftstraße in Rhauderfehn der Klassenunterschied zwischen den beiden Teams zu sehen. Friesoythe war klar feldüberlegen und ließ den Ball gut in den eigenen Reihen laufen. Nach einer der vielen kurz ausgeführten Eckbälle gingen die Gäste in Führung. Loth-Benny Boungou konnte den Ball am ersten Pfosten annehmen und ins lange Eck einschieben (7. Minute). Auch beim 2:0 für Hansa in der 16. Minute waren die TuRaner zu weit weg von ihren Gegenspielern. So konnte Murat Moussa nach einer Boungou-Hereingabe freistehend einschieben.
Zuvor hatte Westrhauderfehns Daoud Jajan das 1:1 verpasst, er war mit seinem Schuss an einem starken Reflex von Friesoythes Tiberius-Ionel Bosicla gescheitert. Nachdem Keven Oltmer per Kopf mit dem 3:0 die vermeintliche Vorentscheidung verpasst hatte (24.), kamen die Gastgeber etwas besser in die Partie. Timo Mansholt und Marne Stührenberg vergaben Halbchancen. Mit dem Ende der ersten Halbzeit waren Friesoythes Torwart und Trainer offensichtlich nicht zufrieden. Sie appellierten lautstark an die Feldspieler, den Gastgebern nicht so viel Platz im Spiel zu gewähren.
Nach dem Seitenwechsel gestaltete Westrhauderfehn die Partie weitestgehend ausgeglichen, ein Chancenplus besaßen jedoch die Gäste. Nachdem Miguel Gudiel Garcia und der eingewechselte Jannik Hoormann das möglich gewesene 3:0 vergeben hatten, wäre TuRa beinahe der Anschlusstreffer gelungen. Doch Timo Mansholt schob den Ball nach einem Pass von Marcel Schulte aus spitzem Winkel am Tor vorbei (78.). Besser machten es wenig später Hoormann (82.) und Jordy-Dasylva Biakala-Zoubakela, die mit ihren Toren auf 4:0 stellten.