Wettbewerbsfähiger werden Positives Signal für Emder Großschiffs-Liegeplatz
Eigentlich hätte der Großschiffs-Liegeplatz in Emden schon in diesem Jahr fertig sein können – doch Finanzierungsfragen kamen dazwischen. Jetzt gibt es Neuigkeiten.
Emden - Seit Jahren geht es darum, dass Emden einen Großschiffs-Liegeplatz bekommen soll. Jetzt könnte das Vorhaben Tempo aufnehmen. Das wurde am vergangenen Freitag nach dem Runden Tisch Außenems am Rande eines Pressegesprächs angekündigt. Der Emder Hafen soll nämlich wettbewerbsfähiger werden, waren sich alle einig. Unter anderem durch die Vertiefung der Außenems, aber auch durch einen Liegeplatz für große Schiffe, die den Fahrzeugumschlag zu neuen Rekorden verhelfen sollen. Schon jetzt ist der Emder Hafen der europaweit drittgrößte beim Auto-Umschlag nach Zeebrugge und Bremerhaven (Stand 2018).
Im internen Kreis der Landespolitik sei „deutlich von dem Projekt gesprochen“ worden, sagte Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) nach dem Runden Tisch auf Nachfrage dieser Zeitung. Die ersten Überlegungen habe es auch schon mit dem landeseigenen Hafenbetreiber N-Ports gegeben, um entsprechende Planungen anzupassen. Er sei „sehr optimistisch“, sagte Kruithoff.
Projekt schon um Jahre verzögert
Nach einem Rechtsstreit hatte es für das 55-Millionen-Euro-Projekt zuletzt im Mai 2020 einen Rückschlag gegeben: Wie Holger Banik, Geschäftsführer von N-Ports, damals in Emden durchblicken ließ, stand die Finanzierung wegen der Corona-Krise auf wackeligen Füßen. Dabei lag nach N-Ports-Angaben die Genehmigung für das Projekt vor. Der Baugrund an der Ems wurde bereits auf mögliche Kriegsmittelreste untersucht. Parallel wurde die Bauausschreibung vorbereitet. Einmal fertiggestellt, sollen am Liegeplatz Schiffe mit einem Tiefgang von deutlich mehr als zehn Metern abgefertigt werden. Durch Aufspülungen soll an der Kai-Kante ein neues, rund zwei Hektar großes Terminal entstehen.
Zuletzt ist aber nicht viel passiert. Die reine Bauzeit für den Liegeplatz, der eine rund 340 Meter lange Lücke zwischen Ems-Kai und Ems-Pier schließen soll, wurde nämlich mit zwei Jahren angegeben. Somit wäre die Anlage nach den nötigen Zuschlägen eventuell schon in diesem Jahr fertiggestellt worden. Und damit hätte es bereits eine Verzögerung von drei Jahren zum ursprünglich erhofften Eröffnungstermin gegeben. Ein neuer Zeitplan steht jetzt noch nicht fest.
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