Kein Team mit Traumstart Zwei Platzverweise im Bezirksliga-Spitzenspiel – Bunder 6:1
In der Fußball-Bezirksliga sind am Sonntag – bis auf in Holtland – mächtig Tore gefallen. Einen Treffer per Fallrückzieher gab es in Larrelt.
Ostfriesland - Schon nach dem dritten Spieltag der Fußball-Bezirksliga hat jedes Team die ersten Verlustpunkte hinnehmen müssen. Das direkte Duell zwischen Middels und Westrhauderfehn endete 2:2 und mit zwei Platzverweisen. Beide bleiben aber an der Spitze. Der Vorjahresmeister Bunde schoss sich beim 6:1 gegen Aurich ein wenig Frust von dem etwas misslungenen Saisonstart von der Seele.
SF Larrelt – Germania Wiesmoor 3:0 (2:0)
In der Anfangsphase war die Partie sehr ausgeglichen. Zunächst hatten die Gastgeber etwas Oberwasser, dann Wiesmoor. Nach einem per Kopf verlängerten Einwurf stand Andre Krzatala (17.) völlig frei und schoss mit dem Rücken zum Tor mit einem sehenswerten Fallrückzieher die Führung. Jannik Eschen (32.) hatte für Wiesmoor den Ausgleich auf dem Fuß, doch er vergab in aussichtsreicher Position. Mit der letzten Aktion in der ersten Halbzeit erhöhte Larrelt dann vorentscheidend auf 2:0. Nach einer kurz ausgeführten Ecke von Wiesmoor eroberten sich die Sportfreunde den Ball und setzten zu einem blitzschnellen Konter an. Nils Boekholder (45.+2) markierte kurz vor dem Pausenpfiff den zweiten Treffer. „Wir haben die Treffer genau zum richtigen Zeitpunkt erzielt. Vor allem der Treffer kurz vor der Halbzeit war der Genickschlag für Wiesmoor“, meinte SF-Trainer Marten Sandmann.
Tore: 1:0 A. Krzatala (17.), 2:0/3:0 Boekholder (45.+2)/64.).
TV Bunde – SpVg Aurich 6:1 (2:1)
„Das Ergebnis ist am Ende ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen“, sagte Bundes Trainer Matthias Schmidt. Die Gastgeber erwischten den besseren Start, Arne Zimmermann sorgte mit einem Pfostenschuss für erste Gefahr. Nach fünf gespielten Minuten gab Bunde die Spielkontrolle ab, was Aurich zu nutzen wusste. In dieser Phase brachte Moustapha Camara die Gäste mit 1:0 in Führung (20.). „Aurich hat uns in der ersten Halbzeit das Leben schwer gemacht“, sagte Matthias Schmidt. Sein Team kam nach dem überraschenden Rückstand aber umso stärker zurück. Erst erzielte Eike Schmidt den Ausgleich, kurz vor der Pause traf Lukas Kappernagel zum 2:1. Nach dem Seitenwechsel kam von den Gästen nicht mehr viel, stattdessen machten die Rheiderländer mit dem munteren Toreschießen weiter. Tim Huxsohl und Lukas Kappernagel kombinierten sich schön durch, wobei Letzterer den Ball von rechts in den Strafraum brachte, wo Eike Schmidt zur Stelle war und ins kurze Toreck traf. Huxsohl, Eike Schmidt mit seinem dritten Treffer und Thomas Girod erhöhten im Folgenden auf 6:1.
Tore: 0:1 Camara (20.), 1:1 E. Schmidt (33.), 2:1 Kappernagel (43.), 3:1 E. Schmidt (51.), 4:1 Huxsohl (73.), 5:1 E. Schmidt (83.), 6:1 Girod (86.).
TuS Middels – TuRa Westrhauderfehn 2:2 (1:0)
Fußballerisch war es in Middels in der ersten Halbzeit kein Leckerbissen. „Es gab kaum Torraumszenen, mehr oder weniger ein ständiges Abtasten“, sagt TuRa-Trainer Erhan Colak. Sein Team lag nach 21 Minuten mit 0:1 zurück. Middels-Stürmer Henning Corell hatte nach einer Vorlage von Kevin Hollmann getroffen. Gleich drei große Möglichkeiten konnte TuRa nicht nutzen. Statt 1:1 hieß dann plötzlich 2:0 für Middels, weil Glen Sokoli einen Abpraller verwertete. Kurz zuvor hatte TuS-Akteur Galvany Kiasuva für ein Foul an der Außenlinie die Gelb-Rote Karte gesehen. „Zu zehnt hätten wir noch das 3:0 machen können, dann wäre der Sack vielleicht zu gewesen“, sagt TuS-Coach Bruno Mönck. In der Schlussphase zeigte sich Westrhauderfehn kombinationsfreudig und spielte zwei Tore über die linke Seite heraus. Jeweils war der eingewechselte Arlind Jonjic der Torschütze. Auch TuRa beendete die Partie nur zu zehnt, weil Julian Jauken in der Nachspielzeit für ein Foul an der Mittellinie die Rote Karte sah.
Tore: 1:0 Corell (21.), 2:0 G. Sokoli (58.), 2:1/2:2 Jonjic (78./79.).
SV Holtland – TuS Esens 0:0
„Es war ein gerechtes 0:0 in einem Spiel, das unheimlich von Taktik und Laufintensität geprägt war“, fasste es Holtlands Trainer Jörn Janssen zusammen. Beide Mannschaften hatten ihre Chancen, konnten aus diesen aber kein Kapital schlagen. In der dritten Minute versuchte es Esens’ Marius Pinkernell, scheiterte aber an Holtlands Keeper Jann Hellmers. In der 25. Minute verpasste Holtlands Timon Balzen seine Möglichkeit. Auf der anderen Seite vergab Niklas Sukowski zwei gute Chancen. Nach der Pause hätte es 1:0 für Holtland stehen können, der Schiedsrichter hatte nach dem Schuss von Lars Diemel aber auf Abseits entschieden. In der 74. Minute musste Esens’ Jan-Hendrik Keiser den Platz verlassen, da er vom Schiedsrichter die Gelb-Rote Karte gezeigt bekam. Die Hausherren konnten daraus aber keinen Vorteil ziehen, sodass es beim 0:0 blieb. Die Gäste kehrten enttäuscht zurück nach Esens: „Wir haben in dem Spiel zu wenig aus unseren Chancen und zu wenig aus unseren Abschlüssen gemacht“, sagte TuS-Trainer Ralf Backhaus.
TuS Pewsum – FC Norden 4:1 (2:1)
Die Partie begann sehr zerfahren. Es gab viele Standards, drei führten in der ersten Hälfte zu Toren. Erst brachte Derb Schoneboom Pewsum per Kopf in Führung, doch schnell glich Norden durch einen Elfmeter von Daniel Horn aus. Zuvor hatte TuS-Keeper Hauke Buß Nordens Kapitän Jens Bakker gefoult. Keno Buß brachte Pewsum in Front. Sein Freistoß rutschte durch ins lanke Eck. „Danach hätten wir früher das 3:1 erzielen müssen, dann wäre es ruhiger geworden“, sagt Pewsums Sportlicher Leiter Thorsten Ulferts. Unter anderen vergab Jannis Hempelmann gute Möglichkeiten – einmal verhinderte der Pfosten den Einschlag, einmal schoss er vorbei. Erst kurz vor Schluss war Pewsum noch zweimal erfolgreich, als Konter gut ausgespielt wurden. Eric Gwosdenko und Marek Hinrichs waren die Torschützen.
Tore: 1:0 Schoneboom (8.), 1:1 Horn (Foulelfmeter, 12.), 2:1 K. Buß (40.), 3:1 Gwosdenko (86.), 4:1 Hinrichs (90. +4).