Wasserstoffabkommen  Politik mit Weitsicht

Thomas Ludwig
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Ein Kommentar von Thomas Ludwig
| 24.08.2022 16:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Hand drauf: Der kanadische Premier Justin Trudeau (links) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) haben den Aufbau einer transatlantischen Wasserstoffversorgungskette vereinbart. Foto: Canadian Press via ZUMA Press/Picture Alliance/DPA
Hand drauf: Der kanadische Premier Justin Trudeau (links) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) haben den Aufbau einer transatlantischen Wasserstoffversorgungskette vereinbart. Foto: Canadian Press via ZUMA Press/Picture Alliance/DPA
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Das Abkommen zwischen Kanada und Deutschland zur Ankurbelung der Wasserstoffwirtschaft löst keine kurzfristigen Probleme. Es ist aber Ausdruck einer Politik mit Weitsicht – es wurde auch Zeit.

Kein anderes Element soll auf dem Weg Deutschlands zur Klimaneutralität 2045 eine so große Rolle spielen wie Wasserstoff. Bislang ist das aber nicht viel mehr als eine Hoffnung. Grüner Wasserstoff ist bei weitem noch nicht in ausreichenden Mengen zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar. Produktion samt dazu nötiger Infrastruktur stecken noch in den Kinderschuhen.

Mit dem nun zwischen Kanada und Deutschland geschlossenen Abkommen wollen beide Seiten die Wasserstoffwirtschaft ankurbeln. Gut so. Der Ausbau der deutsch-kanadischen Energiepartnerschaft löst keine kurzfristigen Probleme infolge ausbleibenden Gases aus Russland. Als langfristige Weichenstellung ist sie aber nicht gering zu schätzen.

Auch wenn der Ausbau der erneuerbaren Energien hierzulande massiv vorangetrieben wird, bleiben Wirtschaft und Verbraucher auf absehbare Zeit auf ausländische Energieimporte angewiesen. Je breiter Deutschland dabei aufgestellt ist, umso geringer ist die Abhängigkeit von einzelnen Partnern. Wenn Kanada und Deutschland nun voranschreiten, werden sie die Standards auf dem Zukunftssektor Wasserstoffwirtschaft international mitbestimmen. Die Reise des Kanzlers mit seinem Vize über den Atlantik war also vor allem eines: Politik mit Weitsicht.

Den Autor erreichen Sie unter mantel@zgo.de

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